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Panorama Keine Spur von Ausbrechern in Münster
Nachrichten Panorama Keine Spur von Ausbrechern in Münster
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11:38 20.01.2010
JVA in Münster: Hier brachen die Häftlinge aus Quelle: ap
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„Wir haben mehrere Hinweise, aber etwas Entscheidendes war leider noch nicht dabei“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf DAPD-Nachfrage. Die 25 und 34 Jahre alten Männer waren am Dienstag durch ein Toilettenfenster aus dem Gefängnis geflohen. Sie gelten laut JVA-Leiterin als nicht gewalttätig.

Die Männer saßen den Angaben zufolge wegen Einbruchs- und Bandendiebstahls Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahre in Münster ab. Sie sollten Strafende am 22. März 2011 beziehungsweise 23. Januar 2012 ihre Strafe verbüßt haben.

Ersten Ermittlungen zufolge durchtrennten die Gefangenen die Gitterstäbe an einem Oberlicht im Toilettentrakt des Arbeitsbereichs der JVA und flüchteten dann über das Anstaltsdach und eine Regenrinne ins Freie. Gegen sie wurde laut Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Gefangenenmeuterei eingeleitet.

Expertenkommission untersucht Sicherheit


Ende November hatte die Flucht zweier Schwerverbrecher Polizei und Anwohner in Nordrhein-Westfalen tagelang in Atem gehalten. Ermöglicht wurde der Ausbruch offenbar von einem Gefängniswärter, der am Fluchtabend allein Dienst in der Pforte hatte. Einer der Geiselgangster wurde drei Tage nach der Flucht in Mülheim an der Ruhr gefasst, ein verurteilter Mörder Anfang Dezember in Schermbeck im Kreis Wesel. Derzeit untersucht eine Expertenkommission in der JVA Aachen die Sicherheitsstrukturen in den Gefängnissen des Landes. apn

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