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Der Erste Senats des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe hat entschieden.

 Der Erste Senats des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe hat entschieden.
 © dpa

Teils verfassungswidrig

Karlsruhe kippt Numerus clausus für Medizin

Das Bundesverfassungsgericht hat das Vergabeverfahren für das Medizinstudium als nicht verfassungskonform erklärt. Das derzeitige Verfahren verletze die Chancengleichheit und müsse deshalb bis zum 31.Dezember 2019 neu geregelt werden. Das entschied der Erste Senat am Dienstagvormittag.

Karlsruhe.  Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte in Karlsruhe zwei Fälle von Bewerbern vorgelegt, die trotz langer Wartezeit noch keinen Studienplatz im Fach Humanmedizin bekommen hatten. Es geht um das Grundrecht der freien Wahl der Ausbildungsstätte und des Berufs sowie den Gleichheitsgrundsatz. (Az. 1 BvL 3/14 und 4/14). Das Richter des Ersten Senats am Bundesverfassungsgericht erklärten die Studienplatzvergabe im Fach Medizin nun für teilweise verfassungswidrig (siehe schriftliche Begründung). Bund und Länder müssen deshalb bis Ende 2019 das umstrittene Auswahlverfahren neu regeln.

In der Verhandlung des Ersten Senats im Oktober hatte das Bundesverfassungsgericht die Zahl von fast 62.000 Bewerbern auf 11.000 Ausbildungsplätze genannt. Um einen Studienplatz zu bekommen, ist eine Abiturnote von 1,2 oder besser nötig. Ein zweiter Weg führt über eine Wartezeit, für die etwa 15 Semester eingeplant werden müssen. Zuständig für die Bewerbung ist die Stiftung für Hochschulzulassung. Einen Teil der Studienplätze vergeben die Universitäten bisher auch selbst - aber auch dabei spielte bisher die Abiturnote eine entscheidende Rolle.

Von dpa / RND


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