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Berlins Justizsenator Dirk Behrendt besuchte die JVA Plötzensee.

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt besuchte die JVA Plötzensee.
© imago

JVA Plötzensee

Justizsenator schließt nach Ausbrüchen Rücktritt aus

Aufklärung ja, Rücktritt nein: Berlins Justizsenator Dirk Behrendt ist nach der Ausbruchsserie im Gefängnis Plötzensee unter Druck geraten. Der Grünen-Politiker will aber keine persönlichen Konsequenzen aus dem Debakel ziehen. Die Polizei hat derweil einen weiteren Ausbrecher festgenommen.

Berlin. Die CDU-Opposition nennt die neun Fluchten in fünf Tagen einen „einmaligen Skandal in der Rechtsgeschichte“. Und auch aus den Reihen des SPD-Koalitionspartners ist Kritik an Berlins Justizminister Dirk Behrendt laut geworden. Doch der Grünen-Politiker hat die Rücktrittsforderungen nun zurückgewiesen.

Jetzt stehe Aufklärung im Vordergrund, sagte der Senator am Mittwoch bei einem Besuch im Gefängnis Plötzensee. Von dort waren aus dem geschlossenen Teil der Anstalt vier Inhaftierte ausgebrochen. Wenig später waren fünf Männer mit kleineren Delikten aus dem offenen Vollzug getürmt.

Am Mittwoch hat die Polizei einen 21-Jährigen festgenommen, der am 1. Januar aus dem offenen Vollzug des Gefängnisses Plötzensee entwichen war, teilte Behrendt mit. Damit sind derzeit noch fünf Männer auf der Flucht.

Noch in dieser Woche werde eine externe Kommission eingesetzt, die die Ursachen besonders der vier aus dem geschlossenen Strafvollzug Entkommenen aufklären soll, kündigte der Grünen-Politiker an. Zudem beginne eine Schwachstellenanalyse durch ein Sicherheitsbüro noch im Januar. „Das steht jetzt im Vordergrund, alles andere bewegt mich momentan nicht zentral“, betonte Behrendt mit Blick auf Forderungen nach seinem Rücktritt.

Von RND/iro/dpa


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