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12:14 17.08.2010
Wer im nächsten Jahr Erdbeeren im Garten ernten möchte, sollte sich mit dem Anpflanzen beeilen. Quelle: Thomas
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VON PHILIPP LACKNER

Eigentlich gilt der August als Ruhemonat für den Hobbygärtner. Als Zeit des Genießens, des Erholens. Eigentlich.

Wer aber im nächsten Jahr Erdbeeren ernten möchte, beeilt sich besser: „Mitte August sollte man sie angepflanzt haben“, sagt Mechthild Ahlers von der Niedersächsischen Gartenakademie. Was aber nicht heißt, dass man jetzt zu spät dran wäre. Ahlers empfiehlt, die Erdbeerpflanze in ein sauberes, unkrautfreies Pflanzenbeet zu setzen, möglichst in eines, in dem vorher keine andere Erdbeerpflanze verwelkt ist. Das könnte nämlich an einer Wurzelkrankheit gelegen haben, deren Erreger weiterhin im Boden bleiben. Erst mal gesetzt, braucht die Pflanze keinen Dünger mehr. „Man sollte sie nur angießen, damit sie demnächst einen neuen Fruchtansatz bilden kann“, sagt Ahlers. Weil die Jahreszeit dafür aber schon recht fortgeschritten sei, rät sie zu Erdbeeren aus kleinen Containern: „Denn die haben nicht mehr den Anwachsstress wie wurzelnackte Pflanzen.“

Sozusagen auf den letzten Drücker kann man jetzt auch noch für eine Sommerblumenblüte im nächsten Jahr sorgen – indem man die Samen von Stiefmütterchen, Hornveilchen oder Vergissmeinnicht sät. „Dafür wäre jetzt der allerspäteste Zeitpunkt“, sagt Ahlers. Denn nach der Aussaat benötigen die Pflanzen reichlich Zeit, um sich zu entwickeln – und im nächsten Jahr in voller Pracht zu stehen.

Wer sich noch in diesem Jahr an vollen Blüten erfreuen möchte, kann das mit sommerblühenden Stauden versuchen, zum Beispiel dem Rittersporn, sagt Gärtner Michael Gehlhaar aus Altwarmbüchen. Eine andere Möglichkeit: Man setzt Zwiebelpflanzen wie die Herbstzeitlose oder den Herbstkrokus.

Ähnliches gelte laut Gartenexpertin Ahlers auch für den Storchschnabel oder die Hortensie. Ahlers: „Jetzt, in dieser feuchteren Sommerphase, überstehen sie nach dem Pflanzen den Stress beim Anwachsen besser.“ Auch hier sei wichtig, nicht mehr zu düngen.

Etwas Zeit haben Hob­bygärtner noch fürs Setzen von Obstgehölzen, wie Apfel- oder Birnenbaum, Johannis- oder Stachelbeerstrauch. Das macht man am besten erst im Herbst, von Ende September bis November. „Und zwar in aufgelockerter Erde, der man Kompost beimengt“, empfiehlt Gehlhaar. Ebenfalls erst im Herbst wird geschnitten – so wenig wie möglich, rät der Fachmann, und fügt hinzu: „Alles, was nach innen oder über Kreuz wächst, sollte man entfernen.“ Das garantiere, dass die Früchte besser wachsen.

Wem das noch zu lange hin ist, kann jetzt den Rosenkatalog für die Saison 2010/11 durchblättern. Dazu rät Mechthild Ahlers: „So hat man genügend Zeit, sich seine Favoriten auszusuchen und Anfang Oktober zu pflanzen.“

Wo kann ich anrufen

Wer sich bei der einen oder anderen Pflanzenfrage unsicher ist, kann sich direkt an die Experten der Gartenakademie Niedersachsen wenden – und zwar von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr über das Gartentelefon. Die Ansprechpartner der Akademie sind unter 04403/ 98 38 11 zum Ortstarif erreichbar.
www.lwk-niedersachsen.de

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