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Panorama Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf Schnellzug
Nachrichten Panorama Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf Schnellzug
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13:27 02.12.2009
Islamisten bekannten sich zu dem Anschlag auf den russischen Schnellzug. Quelle: AFP
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Der Anschlag sei Teil einer „Serie von Sabotageakten gegen strategische Ziele in Russland“, hieß es auf einer Internetseite, die dem tschetschenischen Rebellenführer Doku Umarow nahesteht. Die russische Polizei bestätigte das Bekennerschreiben zunächst nicht.

Die „Sabotage-Gruppe“ sei für die Explosion des Newski Express verantwortlich, „der von ranghohen russischen Funktionären genutzt wird“, hieß es in dem Bekennerschreiben auf der Rebellen-Website Kavkazcenter.com weiter. Der Anschlag sei auf „Befehl des Emirs des Kaukasus“, Umarow, verübt worden. Umarow will im russischen Nordkaukasus einen islamischen Staat errichten und rief dort das „Kaukasus-Emirat“ aus. Sich selbst ernannte er zum Emir und zum Chef aller im Nordkaukasus operierenden Rebellengruppen. In dem Schreiben kündigte die Gruppe zudem an, diese Art der Anschläge fortzusetzen.

Bei dem Anschlag am Freitag auf einen Schnellzug im Nordwesten Russlands waren mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Der Newski Express war auf dem Weg von Moskau nach St. Petersburg, als er durch eine Explosion entgleiste. Am Tag danach war auf derselben Strecke ein weiteres Attentat verübt worden, das sich offenbar gezielt gegen die Ermittler richtete. Diese fahndeten nach mindestens zwei Verdächtigen.

Die russische Polizei wollte sich zu dem Bekennerschreiben der Islamistengruppe nicht äußern. Ihnen lägen keine Informationen zu einer Erklärung der Rebellen vor, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Ermittlerkreise. Die Sicherheitskräfte würden derartige Erklärungen nicht kommentieren. Russische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf Polizeikreise, dass „vier Verdächtige aus dem Kaukasus“ gesucht würden.

Die Gruppe um Umarow hatte im August auch die Verantwortung für den Unfall im größten russischen Wasserkraftwerk mit 74 Toten und für einen Selbstmordanschlag in Inguschetien mit 25 Toten übernommen. Beide Taten seien Teil eines „Wirtschaftskriegs“ im Nordkaukasus, erklärte die Gruppe. Die russischen Behörden hatten jedoch einen technischen Fehler als Ursache für das Unglück im Wasserkraftwerk im sibirischen Sajano Schuschenskaja ausgemacht und einen Terrorakt ausgeschlossen.

AFP

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