Navigation:
In Hamburg tragen Kinder Sandwesten in der Schule.

In Hamburg tragen Kinder Sandwesten in der Schule.
© dpa/Somafonie.de

Unruhige Schüler

In Hamburg tragen Kinder Sandwesten in der Schule

Es klingt ungewohnt, scheint aber ein erfolgreiches pädagogisches Konzept zu sein: In Hamburg bekommen unruhige Schüler zwei bis fünf Kilo schwere Sandwesten angelegt. Das verbessere die Konzentration.

Hamburg. Lehrer in vielen Schulen sehen sich oft mit unruhigen und unkonzentrierten Kindern konfrontiert. Die können nicht still sitzen, kippeln mit dem Stuhl, stören den Nachbarn oder malen im Heft – und dem Unterricht folgen sie kaum. In Hamburg haben nun 13 der 56 Grund- und Stadtteilschulen Sandwesten angeschafft, berichtet das Hamburger Abendblatt. Die Westen „verteilen Gewicht und Druck flächendeckend auf die Muskel- und Belastungssensoren und führen so zu einer deutlichen Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit“, erläutert der Hersteller Beluga Healthcare das Prinzip auf seiner Homepage.

„Wie Handauflegen“

„Für die Kinder ist das wie behutsames Handauflegen, das guttut“, sagt eine Lehrerin aus Hamburg. Auch die Kinder scheinen die Westen zu mögen: Sie fragen von sich aus danach und haben das Gefühl sich besser konzentrieren zu können. In den Schulen hängen die Sandwesten an Kleiderhaken und werden bei Bedarf genutzt.

Das Konzept stammt aus den USA. Dort werden Sandwesten an Schulen schon länger genutzt. Eine Hamburger Sonderpädagogin hatte sie während ihrer Zeit als Lehrerin in den USA kennengelernt und die Idee mit in die Hansestadt gebracht. Die Westen kosten 139 Euro aufwärts – je nach Größe und Gewicht.

Von RND/sbü


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von den Obike-Leihfahrrädern in Hannovers City?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie