Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Immer mehr Japaner sterben nach Flucht aus Fukushima
Nachrichten Panorama Immer mehr Japaner sterben nach Flucht aus Fukushima
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:27 10.03.2015
Auch nach vier Jahren können Tausende wegen der Strahlung nicht zurück in ihre Heimat. Quelle: Kimimasa Mayama/Archiv
Anzeige
Fukushima

e. Zwar kam durch den Super-Gau vom 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und gewaltigen Tsunamis niemand direkt ums Leben. Doch sterben immer mehr Menschen an den gesundheitlichen Auswirkungen des harten Lebens in den provisorischen Behelfsunterkünften. Andere begehen Selbstmord.

Auch nach vier Jahren können noch immer rund 120 000 Menschen wegen der Strahlung nicht zurück in ihre Heimat. Zehntausende von ihnen hausen weiterhin in containerähnlichen engen Behelfsunterkünften. Überlebende des Tsunamis beklagen, dass der Wiederaufbau nur schleppend vorankomme. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte am Vorabend des 4. Jahrestages der Katastrophe an, seine Regierung werde bis zum Sommer einen neuen Fünf-Jahresplan zur Wiederbelebung der betroffenen Gebiete ausarbeiten. Fast 19 000 Menschen waren von dem Tsunami in den Tod gerissen worden oder werden noch immer vermisst.

Die meisten der Bewohner der Behelfsunterkünfte sind alte Menschen. Wegen der im nahen Umkreis der Atomruine Fukushima Daiichi noch immer hohen Strahlung können sie nicht in ihre Häuser zurück - viele wohl nie mehr. Schlimm ist auch der Verlust ihrer alten sozialen Bindungen. Gerade die Alten in Japans traditionell gruppenorientierter Gesellschaft leiden schwer darunter. Viele vereinsamen, manche Opfer begehen aus Verzweiflung Selbstmord.

Andere Opfer der Tsunami-Katastrophe können nicht zurück, weil viele Gebiete noch nicht wieder aufgebaut sind. Insgesamt rund 3200 Menschen sind seither an den Folgen des jahrelangen Lebens als Evakuierte gestorben. Am Samstag beginnt in Sendai, der größten Stadt der Region, die dritte Weltkonferenz zur Katastrophenvorsorge.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Deutschland leben nach Angaben des DeutschenJagdverbandes derzeit zwischen 250 und 300 Wölfe. 

10.03.2015

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld für allgemeine soziale Zwecke gespendet - und zugleich deutlich weniger für die Opfer von einzelnen Krisen und Katastrophen.

09.03.2015

Die weltweit mit Spannung erwartete erste Erdumrundung eines Solar-Flugzeugs hat begonnen. Nach zwölf Jahren Vorbereitung hob die "Solar Impulse 2" (Si2) mit dem Piloten André Borschberg im Cockpit im Golfemirat Abu Dhabi ab.

09.03.2015
Anzeige