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Noch ist alles weiß: Auch dieses Feld bei Langenhagen © dpa

Wetter

Hoffnung auf ein Ende des Winters

Hoffnung auf ein Ende des Winters: Von Mittwoch an ist nach und nach in ganz Deutschland mit milderen Temperaturen zu rechnen.

Damit gehören auch die strengen Nachtfröste der Vergangenheit an, wie Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst am Montag mitteilte. Für Kommunen und Straßenmeistereien ist es höchste Zeit für eine Wetterverbesserung - vielerorts ist das Streusalz äußert knapp.

In Nordrhein-Westfalen können deswegen die Straßenmeistereien ihren Winterdienst derzeit nur noch eingeschränkt ausführen: Auf zweispurigen Autobahnen werde nur noch der erste Fahrstreifen gestreut, bei drei Spuren nur die ersten beiden, sagte ein Sprecher von Straßen.NRW. „Es sieht überall sehr knapp aus mit dem Salz.“ Wegen des harten Winters seien bereits über 250.000 Tonnen Salz verbraucht worden - „so was habe ich hier noch nicht erlebt“, betonte der Sprecher. In Nordrhein-Westfalen mussten am Wochenende Autobahnen teilweise gesperrt werden, weil das Tausalz nicht ausreichte.

Auch in Niedersachsen konnten die Autobahnen aus Mangel an Salz nur noch eingeschränkt von Schnee befreit werden. Auf drei- wie zweispurigen Autobahnen habe man seit Mitte letzter Woche die äußersten linken Fahrstreifen nicht mehr streuen können, sagte eine Sprecherin der Landesbehörde für Verkehr in Hannover. Auf den Landstraßen und einem Großteil der Bundesstraßen habe man das Streuen mittlerweile ganz eingestellt. Die Vorräte seien bis auf einen kleinen Rest für Notfälle aufgebraucht.

Bislang 165.000 Tonnen Salz in Hessen


Die hessischen Straßenmeistereien haben bislang 165.000 Tonnen Streusalz ausgebracht, rund eineinhalb mal so viel wie in einem normalen Winter. Angesichts von Lieferschwierigkeiten könne nun der Service nicht mehr uneingeschränkt aufrecht erhalten werden, erklärte Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen.

In den Kommunen ist Streusalz nach wie vor Mangelware, wie Frank Fischer, Sprecher der für den Winterdienst in Wiesbaden zuständigen städtischen Entsorgungsbetriebe ELW, sagte. Die Mehrkosten des Winterdienstes ließen sich noch nicht beziffern, seien aber zweifellos erheblich: „Jeder Mitarbeiter des Winterdienstes kommt derzeit auf rund 150 Überstunden.“ Bei 140 Mitarbeitern komme da einiges zusammen.

Auf den baden-württembergischen Autobahnen wird mit Kosten für das Streusalz von über 13 Millionen Euro gerechnet, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart sagte. Damit werde der Spitzenwert mit 68.000 Tonnen im Winter 2004/05 übertroffen. Die Salzvorräte seien knapp, reichten aber aus.

Auch die Autobahnmeisterei Rosenheim an der A 8 München - Salzburg sieht sich „gut gerüstet, bis der Winter rum ist“. Wie Leiter Manfred Sitzberger sagte, hat er noch 1.000 Tonnen Salz auf Lager, „und heute kommen nochmal 100 Tonnen rein“.

„Hochwinter ist vorbei“


Möglicherweise können die Gemeinden bald aufatmen: „Der Hochwinter ist allmählich vorbei“, sagte Meteorologe Ruppert. Winterliche Intermezzos könne es allerdings noch bis in den März hinein geben. „Die Tage werden wieder länger, die Sonne hat mehr Kraft. Das macht sich schon bemerkbar“, erklärte er. Bis Dienstag erwarte er noch winterliches Wetter mit etwas Schneefall. Mittwoch sei es dann zunächst im Südwesten deutlich milder, später auch im Nordosten. Aber: „Dort, wo noch Schnee liegt, taut er nur zögerlich.“

Autofahrer sollten angesichts der steigenden Temperaturen besonders vorsichtig sein: Nässe auf den Straßen zum Beispiel durch Schmelzwasser kann nachts überfrieren und zu Glatteis führen. Die Verkehrsbedingungen blieben winterlich, warnte Ruppert.


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