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Panorama Herzinfarkt bleibt "Männerkrankheit"
Nachrichten Panorama Herzinfarkt bleibt "Männerkrankheit"
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21:21 08.10.2010
Mithilfe der Monitore werden Herzpatienten überwacht. Quelle: Dillenberg
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Nürnberg. Nach Angaben des dort vorgelegten Herzberichts für 2009 kamen 133 636 Männer wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus, bei den Frauen lag die Zahl bei 77 069. Pro Jahr sterben in Deutschland 30 559 Männer und 26 216 Frauen an einem Herzinfarkt.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einen Herzinfarkt sei sehr vom Wohnort abhängig, schreibt die DGK in ihrem Herzbericht. „Von einer auch nur in etwa gleichmäßigen Versorgungslandschaft für die wesentlichen Herzkrankheiten kann in Deutschland nicht gesprochen werden“, bilanziert Herzbericht-Autor Bruckenberger.

Im Bundesdurchschnitt sterben laut dem Bericht 69,2 Menschen von 100 000 pro Jahr an einem Herzinfarkt. Besonders hoch ist die altersbereinigte Sterberate in den Neuen Bundesländern (außer Berlin) und in Rheinland-Pfalz, wo 10 bis 46 Prozent mehr Menschen an einem Herzinfarkt sterben als im Bundesschnitt. Vergleichsweise wenig Menschen sterben dagegen in Hessen, Schleswig-Holstein sowie in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin an einem Herzinfarkt.

Insgesamt ist er für immer weniger Menschen in Deutschland die Todesursache. „Die Zahl der Herzinfarkt-Toten ist seit dem Jahr 2000 insgesamt um 10 507 Todesfälle oder 15,4 Prozent gesunken“, sagte Bruckenberger. Dabei habe die Sterberate bei Männern und Frauen in allen Altersgruppen abgenommen, am stärksten in der Gruppe der 70- bis 80-Jährigen. Grund seien Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung.

Die Herbsttagung in Nürnberg hatte am Donnerstag begonnen und endet für die etwa 2000 Fachärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an diesem Samstag. dpa

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