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Hundezwinger in einem Tierheim (Symbolbild).

Hundezwinger in einem Tierheim (Symbolbild).
 © dpa

Vorwürfe gegen Tierschützer

Hat Peta den Hund einer Neunjährigen getötet?

Die Organisation Peta engagiert sich für die Rechte von Tieren. Bekannt ist sie für ihre Tierschutzkampagnen wie „Lieber nackt als im Pelz“. Doch nun stehen die Aktivisten selbst am Pranger. Eine Familie aus den USA erhebt schwere Vorwürfe.

Accomack.  Ausgerechnet Mitarbeiter der Tierrechtsorganisation Peta sollen im US-Bundesstaat Virginia den Hund eines neunjährigen Mädchens getötet haben. Das geht aus einem Bericht des britischen „Guardian“ hervor. Demnach sei der Chihuahua mit Namen „Maya“ einfach mitgenommen und noch vor dem Ende der fünf Tage währenden Gnadenfrist eingeschläfert worden. Die Eltern der Neunjährigen haben daraufhin gegen die Tierschützer geklagt.

Die Aktivisten sprechen von „schrecklichem Fehler“

Dem Bericht zufolge unterstellt Vater Wilber Zarate Peta eine allgemeine Einschläferungspolitik, die auch vor gesunden Tieren nicht Halt mache. Denn die Aktivisten würden den Besitz von Haustieren „als eine Form unfreiwilliger Knechtschaft“ betrachten. Peta selbst wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete den Vorfall aus dem Jahr 2014 als einen „schrecklichen Fehler“.

Damals sollen zwei Peta-Mitarbeiter von einem Bewohner der Wohnwagensiedlung in Accomack, Virginia zu Hilfe gerufen worden sein, um wilde Hunde und Katzen einzufangen. Dabei hätten sie den Chihuahua unbeaufsichtigt und ohne Leine aufgefunden, heißt es. Sie sollen das Tier mitgenommen und noch am selben Tag eingeschläfert haben. Die Verletzung der staatlich festgeschriebenen Gnadenfrist zog eine Geldstrafe in Höhe von 500 US-Dollar nach sich.

Peta zahlt Schmerzensgeld

In der für September geplanten Gerichtsverhandlung wollte Zarates Anwalt ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Tierrechtsorganisation zu ihrer Einschläferungspolitik befragen. Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Laut dem Bericht einigte sich Peta mit der Familie auf eine Zahlung von 49.000 US-Dollar (rund 42.000 Euro). Außerdem sollen 2.000 US-Dollar an einen lokalen Tierschutzverein gespendet werden. Die Zarates hatten ursprünglich sieben Millionen US-Dollar gefordert.

Peta – englische Abkürzung für „Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren“ – wurde in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, in den USA mutwillig Hunde und Katzen einzuschläfern. Allein 2016 sollen die Aktivisten über 1.400 Tiere in ihrem Tierheim in Virginia getötet haben.

Von RND

Accomack

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