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Panorama Harz zu Weihnachten fast ausgebucht
Nachrichten Panorama Harz zu Weihnachten fast ausgebucht
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15:12 12.12.2009
Noch nicht möglich: Wintersport im Harz. Der große Schnee kommt erst noch. Quelle: ddp
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Auch wenn bis Dienstag laut Deutschem Wetterdienst der Schneefall zunächst schon wieder ein Ende finden soll - Miriam Fuchs vom Tourismusverband Harz freut sich über die angekündigten Frosttemperaturen. „Bei den knackigen Temperaturen schmeckt doch der Glühwein gleich viel besser“, sagt sie. Gleichzeitig erhöhe sich bei Minus 15 Grad die Chance auf eine weiße Weihnacht in der traditionellen Urlaubsregion. „Wenn es kalt wird, bleibt der Schnee auch liegen. Dann winkt eine weiße Weihnacht als i-Tüpfelchen“, frohlockt Fuchs.

Insgesamt werden im Harz zu Weihnachten und Neujahr rund 55 000 Besucher erwartet. Wer jetzt noch kurzentschlossen nach Braunlage oder Wernigerode reisen will, benötigt jedoch eine Menge Glück, um bei der Bettensuche noch fündig zu werden. Weitestgehend ausgebucht seien Hotels und Pensionen, sagt Fuchs und kann nur zu Geduld raten. „Das eine oder andere lässt sich in privaten Ferienwohnungen oder Pensionen bestimmt noch finden. Man muss sich aber auf eine intensive Suche einstellen“, berichtet Fuchs. Wer jetzt jedoch noch für zehn Personen ein Ferienhaus im Wald suche, „hat wohl Pech gehabt“.

Die Geschäftsführerin des Tourismusverbunds Wernigerode, Erdmute Clemens, teilt die Einschätzung. „Von den insgesamt 6500 Betten in Wernigerode und Schierke ist kaum noch etwas frei“, sagt sie. Vor allem Stammgäste aus Berlin, Brandenburg und Sachsen hätten einen Großteil des bereitstehenden Kontigents vorab reserviert. Besonders zu Silvester dürfen sich Hotels und Ferienanlagen über ausgebuchte Betten freuen.

Einen Einfluss auf deren Buchungsverhalten hat die mögliche weiße Pracht zu Weihnachten Clemens zufolge indes nicht. „Es gibt nur wenige, die gezielt nach Übernachtungen in den höheren Lagen suchen, weil sie dort auf Schnee erhoffen“, sagt Clemens. Der überwiegende Teil der Gäste buche langfristig und bevorzuge zudem das mit einer Höhenlage von gerade einmal 250 Metern recht schneeunsichere Wernigerode. „Das Freizeitangebot im Ort ist größer als in den reinen Skidörfern wie Schierke. Die Besucher sind somit wetterunabhängiger“, sagt Clemens.

Für echte Wintersportenthusiasten dürfte es indes schwierig werden, die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage mit einer ausgedehnten Skiwanderung verbinden zu können. Jedenfalls gilt das für die deutschen Mittelgebirge wie Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge. In diesen klassischen Winterurlaubsregionen beträgt die momentane Schneedecke maximal 25 Zentimeter, was gerade mal für eine ordentliche Schneeballschlacht reicht.

Vielerorts mussten die Betreiber von Skianlagen bereits ihren üblicherweise für Ende November angesetzten Saisonstart verschieben. Lediglich die in kommenden Tage vorhergesagten Tieftemperaturen versprechen soweit Abhilfe, als dass wenigstens dann der eifrig versprühte Kunstschnee auf den Pisten liegen bleibt.

Im Harz sieht man den derzeitigen Schneemangel noch gelassen. Sollte sich an der Schneelage in den kommenden drei Wochen jedoch nichts ändern, wird es für die Harzer Tourismusvermarkter problematisch. „Im ersten Quartal sind wir von Aktivurlaubern abhängig. Die kommen dann ausschließlich wegen des Wintersports zu uns“, sagt Miriam Fuchs.

(Michael Klug, ddp)

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