Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Haiti: Mädchen (16) nach 15 Tagen gerettet
Nachrichten Panorama Haiti: Mädchen (16) nach 15 Tagen gerettet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 28.01.2010
Überlebte 15 Tage unter Trümmern: Darlene Etienne Quelle: ap
Anzeige

Ein französisches Team rettete die 16-Jährige am Mittwoch, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Die Frau, die stark ausgetrocknet war, habe etwas von einer Flasche Limonade gestammelt, die sie am Tag des Jahrhundertbebens eventuell dabei gehabt habe, sagten Helfer. Auch könnte sie in den Trümmern eines Badezimmers Zugang zu Wasser gehabt haben. Nur etwa drei Tage kann ein Mensch überleben, ohne zu trinken. Die Retter sprachen von einem Wunder.

Bei dem Beben der Stärke 7,0 seien mindestens 170 000 Menschen ums Leben gekommen, erklärte unterdessen Staatspräsident René Préval auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten mit mindestens 150 000 Menschen angegeben.

Mehr als 130 Menschen konnten die Einsatzkräfte bislang lebend aus den Trümmern bergen. In der Nacht zum Donnerstag erschütterte ein Nachbeben der Stärke 4,1 Haiti. Das Epizentrum war nach Angaben der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von 58,4 Kilometer etwa 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Über Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Angaben.

Viele Menschen in Haiti versuchen, der Misere in ihrem Heimatland zu entkommen und ins Ausland zu gehen. Ein französisches Flugzeug brachte in der Nacht zum Donnerstag 40 haitianische Kinder nach Paris, die von Franzosen adoptiert worden waren. Sie wurden begleitet von der Familien-Staatssekretärin Nadine Morano. An Bord waren auch 50 Helfer, die in Port-au-Prince bei ihrem fast zweiwöchigen Einsatz 15 Menschen lebend aus zerstörten Gebäuden geborgen hatten.

Schwierig ist nach wie vor die Lage der Obdachlosen, die Vereinten Nationen schätzt ihre Zahl auf 800 000 bis zu einer Million. „Wir suchen verzweifelt Zelte und Behelfsunterkünften“ sagte UN- Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch (Ortszeit) in New York. Auch die Versorgung mit Essen sei kritisch, obwohl sich die Situation allmählich bessere. Nach Auskunft Bans haben die Vereinten Nationen zwei Drittel ihres Haiti-Fonds zusammen. Drei Tage nach dem Erdbeben hatte der Generalsekretär einen Nothilfefonds in Höhe von 575 Millionen Dollar (410 Millionen Euro) von den Mitgliedsländern verlangt. dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schneeverwehungen, eisglatte Autobahnen und Hunderte von Unfällen: Der Winter macht den Deutschen mit schwankenden Temperaturen und neuem Schnee zu schaffen.

28.01.2010

Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Lüttich haben die Einsatzkräfte neun Tote geborgen.

28.01.2010

Bei der Durchsuchung eines Wohnungskellers in Mühlhausen in Thüringen hat die Polizei in einem Kühlschrank eine Babyleiche entdeckt. Unklar war zunächst, ob der männliche Säugling nach der Geburt gelebt hat oder lebensfähig war, wie die Staatsanwaltschaft Mühlhausen am Mittwoch mitteilte.

27.01.2010
Anzeige