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Panorama Grab von Alt-68er Fritz Teufel geschändet
Nachrichten Panorama Grab von Alt-68er Fritz Teufel geschändet
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15:34 07.08.2010
Geschändet: Grab von Fritz Teufel Quelle: dpa
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Unbekannte Grabschänder haben in Berlin die Urne von Fritz Teufel gestohlen, einem der prominentesten Vertreter der 68er-Bewegung. Das Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte war am Samstagvormittag aufgewühlt. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Staatsschutz der Polizei.

Ein Ehepaar entdeckte am Samstagvormittag gegen 10.30 Uhr das geschändete Grab auf dem Friedhof unweit der Friedrichstraße und verständigte die Polizei. Die Online-Ausgabe der „Berliner Morgenpost“ berichtete kurz danach über den Vorfall.

Offenbar seien der oder die Täter nachts über die Mauer geklettert und hätten das Grab zerstört, sagte ein Polizeisprecher. Dabei gruben sie die 80 Zentimeter tief liegende Urne aus und nahmen sie mit. Die Asche des Toten war auf den Gehwegen unweit des Grabes verschüttet worden. Die Polizei sperrte den größten Teil des Friedhofes für mehrere Stunden ab, um Spuren zu sichern. Außerdem wurde die Umgebung des Friedhofes nach der Urne abgesucht, allerdings ohne Erfolg.

Teufels Lebensgefährtin Helene Lollo reagierte erschüttert auf die Nachricht. Sie könne sich überhaupt nicht erklären, wie jemand so etwas Schreckliches tun könne, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei sehr betroffen, wolle aber nicht weiter über ihre Gefühle sprechen. „Meine Gemütslage ist Privatsache“, fügte sie hinzu.

Teufel war am 6. Juli dieses Jahres im Alter von 67 Jahren gestorben. Freunde und Weggefährten hatten auf dem Friedhof, wo viele Prominente beerdigt sind, Abschied genommen. Das frühere Mitglied der Kommune 1 in Berlin hatte lange an der Parkinson-Krankheit gelitten. Ende der 1960er Jahre war der gebürtige Schwabe mit provozierenden Aktionen bekanntgeworden. Insgesamt verbrachte er acht Jahre im Gefängnis, unter anderem als Mitglied der terroristischen „Bewegung 2. Juni“. dpa

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