Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Google geht mit China auf Konfrontation
Nachrichten Panorama Google geht mit China auf Konfrontation
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:16 13.01.2010

San Francisco. Das kalifornische Unternehmen teilte am Dienstag mit, dies könne auch dazu führen, dass die chinesische Google-Website und die Büros in China geschlossen werden müssten.

Es habe einen gezielten Angriff auf die eigene Server-Infrastruktur gegeben, erklärte Google-Justitiar David Drummond im Firmenblog. Dieser habe sich gegen die Server von mindestens 20 Unternehmen gerichtet. Bei Google sei versucht worden, den E-Mail-Dienst Gmail zu knacken und an die E-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtler zu gelangen. Ausgangspunkt der Attacke seien Computer in China gewesen.

Bei zwei E-Mails hätten die Angreifer das Absendedatum und die Betreffzeile sehen können, nicht aber den Inhalt, erklärte das Unternehmen. Erfolgreicher seien Phishing-Attacken mit dem Ziel gewesen, die Zugangsdaten von E-Mail-Konten chinesischer Regimekritiker in den USA, Europa und China zu erhalten.

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, die von Google geäußerten Vorwürfe seien schwerwiegend und zögen viele Fragen nach sich. Die US-Regierung bemühe sich bei der Regierung in Peking um Aufklärung.

Mehrere Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung von Google, die Internet-Suche in China nicht länger zu filtern. „Google hat einen mutigen und schwierigen Schritt für die Internet-Freiheit unternommen, um grundlegende Menschenrechte zu unterstützen“, sagte die Präsidentin des Zentrums für Demokratie und Technologie in Washington, Leslie Harris.

Um die Genehmigung für eine chinesische Web-Site mit der Adresse “.cn“, zu erhalten, hatte sich Google 2005 verpflichtet, für diesen Dienst Adressen aus seiner Datenbank zu entfernen, die von der Regierung als anstößig betrachtet werden. Zu solchen verbotenen Themen gehören etwa Diskussionen über eine Unabhängigkeit von Taiwan oder die gewaltsame Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1989.

China stellt weltweit die größte Population von Internet-Nutzern. Bei der Suche nach Informationen im Web hat Google in China einen Marktanteil von weniger als 30 Prozent. Marktführer ist der chinesische Anbieter Baidu. apn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti, bei dem hunderte Tote befürchtet werden, ist die internationale Hilfe angelaufen.

13.01.2010

Das schwerste Erdbeben seit mehr als 200 Jahren in Haiti hat weite Teile der Hauptstadt Port-au-Prince verwüstet und zehntausende Bewohner obdachlos gemacht.

13.01.2010

Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag gegen 23 Uhr MEZ Haiti erschüttert und für Panik unter der Bevölkerung gesorgt. Wegen des Erdstoßes der Stärke 7,3 gab das US-Tsunami-Zentrum eine Warnung für fast alle Karibikstaaten heraus. 

13.01.2010