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Panorama Golf von Mexiko: Angst vor Hurrikan „Alex“
Nachrichten Panorama Golf von Mexiko: Angst vor Hurrikan „Alex“
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16:50 29.06.2010
An den ölverseuchten Stränden am Golf von Mexiko braut sich ein Tropensturm zusammen.
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Buenos Aires/Miami/Hamburg. Wegen „Alex“ hatten die Ölkonzerne BP und Shell bereits vorsorglich Bohrplattformen im Golf von Mexiko räumen lassen. Der Tropensturm zog in sicherem Abstand an der Unglücksstelle mit der gesunkenen Ölbohrplattform „Deep Horizon“ vorbei in Richtung Mexiko. Dennoch könne der Sturm die Aufräumarbeiten behindern.

„Ein Hurrikan besteht ja nicht nur aus dem Zentrum, auch an seinen Rändern weht starker Wind, der hohe Wellen auslösen kann, die wiederum die Reinigungsarbeiten auf See und an der Küste beeinträchtigen könnten“, sagte der Meteorologe Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia der Nachrichtenagentur dpa. Wo genau er an Land gehen werde, sei nur sehr schwierig vorauszusagen.

Am Dienstag bewegte sich „Alex“ mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Stunde über den südwestlichen Golf von Mexiko auf das Festland zu. Dabei erreichte er Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde. „Alex“ ist einer der ersten größeren Stürme der Hurrikansaison, die am 1. Juni begonnen hat und bis November dauert.

Die Karibik und der Süden der USA werden alljährlich von Hurrikans heimgesucht. Die Stärke eines solchen tropischen Wirbelsturmes wird unter anderem an seinem Luftdruckwert gemessen. Je niedriger der Druck im Zentrum, desto heftiger tobt der Sturm. Wird ein Hurrikan in der Kategorie fünf eingeordnet, beträgt der Kerndruck unter 920 Hektopascal. Der niedrigste je im Auge eines Hurrikans gemessene Luftdruck wurde im Oktober 2005 bei „Wilma“ mit nur 882 Hektopascal festgestellt. In Mexiko, Kuba und Florida starben 38 Menschen.

Mittlerweile hat die rostbraune Schmiere der Ölkatastrophe erstmals auch die Küste des US-Staates Mississippi erreicht. Heftige Unwetter oder schlimmer noch starke Hurrikans wie „Wilma“ würden die Arbeiten zum Eindämmen der Ölpest bis zu zwei Wochen lahmlegen. Menschen, Schiffe und Ausrüstung müssten aus der Gefahrenzone gebracht werden. Damit würden auch die Verbindungen des Auffangtrichters über dem Ölleck zu Schiffen an der Oberfläche gekappt, das Öl würde dann wieder fast ungehemmt ins Meer fließen. Bislang fängt der Deckel über der defekten Quelle mehr als 2000 Tonnen Öl pro Tag ab. dpa

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