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Panorama Gewalt gegen Polizisten: Umstrittene Studie startet
Nachrichten Panorama Gewalt gegen Polizisten: Umstrittene Studie startet
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16:58 03.02.2010
Beamten einer neuen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit trainieren das Vorgehen gegen Gewalttäter.

Hannover. Der hannoversche Kriminologe Christian Pfeiffer, der die Untersuchung leitet, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch, knapp 86 000 Polizeibeamte bekämen Zugriff auf den Online-Fragebogen. Der Fragebogen hatte jedoch Kritik ausgelöst, weil einige Fragen auf das Privatleben und die Kindheit abzielten. Daraufhin strich Pfeiffer die umstrittenen Fragen.

Die Studie soll unter anderem klären, in welchen Bereichen die Gewalt gegen Polizisten zugenommen hat - etwa bei Links- und Rechtsextremisten, Fußballfans oder Beziehungsstreitigkeiten. Sie soll auch Hinweise geben, wie Polizisten künftig vor solchen Angriffen besser geschützt werden können. Laut Pfeiffer beteiligen sich fünf westdeutsche und fünf ostdeutsche Länder an der Untersuchung. Der Norden und Nordosten Deutschlands werde damit gut abgedeckt, sagte der Kriminologe.

Ursprünglich sollte sich die Studie an rund 250 000 Polizisten bundesweit richten. Nicht mit dabei ist bisher die Bundespolizei. Auch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und Sachsen scherten aus.

Der Kriminologe Pfeiffer sagte, es sei sehr schade, dass sich die Bundespolizisten nicht beteiligten, das sie vor allem Fußballfans bei Bundesliga-Spielen begleiteten. „Hier gehen uns Ergebnisse verloren“, sagte Pfeiffer.

Die Beamten haben rund vier Wochen Zeit für die anonyme Befragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Die Beamten werden unter anderem danach gefragt, wie es genau zu den Gewaltübergriffen kam, welche Schutzausstattung sie hatten und ob später noch körperliche oder psychische Folgen auftraten. Der Fragebogen erfasst nicht nur die Opfer von Gewalt, sondern richtet sich an alle Polizisten. Daneben plant das KFN auch rund 30 bis 50 Einzelinterviews mit Beamten, die im Dienst verletzt wurden.

Institutsleiter Pfeiffer rechnet damit, dass er im April einen ersten Überblick über die Ergebnisse der Gewalt-Studie haben wird. Sie kostet nach seinen Angaben rund 100 000 Euro. lni

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