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Umfrage

Freizeit heißt in Deutschland Fernsehen

In der Freizeit schalten die Deutschen nach wie vor am liebsten die Glotze ein: Bereits seit einem Vierteljahrhundert ist Fernsehen ihre liebste Freizeitbeschäftigung, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Freizeit-Monitor der Stiftung für Zukunftsfragen hervorgeht.

Fast jeder Bürger (97 Prozent) macht derzeit wenigstens einmal pro Woche die Flimmerkiste an, mehr als zwei Drittel tun dies sogar täglich. Fernsehen liegt damit zum 25. Mal in Folge auf dem ersten Platz der regelmäßigen Befragung zum Freizeitverhalten der Deutschen. Auf dem zweiten und dritten Rang der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen folgen in diesem Jahr Radio hören (90 Prozent) und von zu Hause aus telefonieren (87 Prozent). Insgesamt prägen Medien die Freizeit der Deutschen.

Die Internetnutzung, aber nach wie vor auch das Lesen von Zeitungen oder Zeitschriften gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen. Internet, E-Mail und Computer haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung für die Freizeitgestaltung gewonnen. Während etwa im Jahr 2004 nur ein Drittel (33 Prozent) der Befragten regelmäßig im Netz unterwegs war, waren es in diesem Jahr bereits fast drei Viertel (71 Prozent).

Auf der anderen Seite reden die Deutschen weniger als vor zehn Jahren über wichtige Dinge und unternehmen seltener etwas mit Freunden. Dabei fühlen sich die Bürger auf der anderen Seite besonders wohl in ihrer Freizeit, wenn sie etwas mit Freunden unternehmen. Auf die Frage, was zum Wohlfühlen wichtig ist, geben drei Viertel der Befragten (74 Prozent) Freunde an. Danach folgen "gut Essen und Trinken" (65 Prozent) und der Partner (63 Prozent). Nur knapp die Hälfte (46 Prozent) nennt den Fernseher. Damit ist die Glotze aber immerhin wichtiger als "nette Nachbarn" (38 Prozent) und "Feste, Feten, Partys" (27 Prozent).

In Diskrepanz dazu steht die Wunschliste, was die Deutschen gerne häufiger machen würden: 68 Prozent wünschen sich in ihrer Freizeit mehr Spontanität, das zu tun, wozu man gerade Lust hat, 63 und 60 Prozent möchten ausschlafen oder sich mit Freunden treffen. Mehr faulenzen würden gerne 58 Prozent. Zukunftsforscher Reinhardt sieht darin ein interessantes Phänomen. "Die Deutschen sind offenbar nicht in der Lage, in der Freizeit das zu tun, was sie eigentlich wollen."

Durchschnittlich stehen dem Deutschen derzeit knapp vier Stunden Freizeit zur Verfügung. Damit sank das Budget seit 2010 um sieben Minuten, bei Jugendlichen sogar um 36 Minuten.


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