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Panorama Fischtrawler sinkt im Pazifik: Dutzende Menschen sterben
Nachrichten Panorama Fischtrawler sinkt im Pazifik: Dutzende Menschen sterben
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17:00 02.04.2015
Der russische Fischtrawler «Dalny Vostok» ist vor der Halbinsel Kamtschatka gesunken. Foto: fleetmon.com
Petropawlowsk-Kamtschatski

13 Menschen wurden demnach noch vermisst. Wegen Wassertemperaturen knapp über Null Grad rechneten die Einsatzkräfte aber nicht mit weiteren Überlebenden. Die Rettungsaktion im Ochotskischen Meer mit mehr als 1600 Beteiligten wurde bis spät in die Nacht (Ortszeit) fortgesetzt. Der kommende Montag sollte in der Region zum Trauertag erklärt werden.

Russische Ermittler gingen nach Behördenangaben mehreren möglichen Ursachen für das Unglück nach. So könnte der mehr als 100 Meter lange Trawler "Dalnij Wostok" etwa mit Treibeis zusammengestoßen sein, teilte Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde im 7000 Kilometer entfernten Moskau mit.

Auch menschliches Versagen ist nicht ausgeschlossen. Berichten zufolge kenterte das Fabrikschiff, auf dem Fische bereits nach dem Fang verarbeitet werden, beim Einholen eines rund 80 Tonnen schweren Schleppnetzes.

Das 26 Jahre alte Fischereischiff war in der Nacht gut 300 Kilometer vom Festland entfernt mit 132 Menschen an Bord gesunken. Auf der "Dalnij Wostok" (Ferner Osten) waren 78 Russen und 54 Seeleute aus Myanmar, der Ukraine, dem Baltikum und vom Inselstaat Vanuatu im Südpazifik. Innerhalb von 15 Minuten lief der Rumpf Berichten zufolge voll Wasser. Einen Notruf setzte die Crew nicht ab. Auch der Kapitän kam ums Leben.

Präsident Wladimir Putin sei über die Rettungsaktion informiert worden und habe Hilfe für die Angehörigen der Opfer angeordnet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Kanzlerin Angela Merkel sprach ihr Mitgefühl in einem Kondolenztelegramm an Putin aus.

An der Bergung der Seeleute beteiligten sich dem Zivilschutz zufolge 26 Schiffe, die sich in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe des Unglücksortes aufhielten. Die Gewässer an der Ostküste Russlands sind eine wichtige Region für die Versorgung des Riesenreichs mit Meeresprodukten.

Die Behörden in der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski schickten einen Hubschrauber mit Ärzten zur Versorgung der Geretteten. Die Geborgenen wurden zunächst auf ein anderes Schiff gebracht und sollten mit einem Helikopter aufs Festland geflogen werden. Einige von ihnen waren wegen Unterkühlung in einem kritischen Zustand. Wegen starken Windes musste der Einsatz von Hubschraubern zeitweilig unterbrochen werden. Die Überlebenden sollten an diesem Freitag aufs Festland gebracht werden.

dpa

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