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Panorama Feuerwalze: Angst vor der Atomwolke
Nachrichten Panorama Feuerwalze: Angst vor der Atomwolke
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11:45 06.08.2010

MOSKAU. Eine Entspannung der katastrophalen Lage in Russland ist nicht in Sicht. Die Temperaturen sollen an diesem Freitag n vielen Regionen auf mehr als 40 Grad steigen. Es gibt weiter keinen Regen in der größten Gluthitze seit mehr als 130 Jahren. Die offizielle Zahl der Toten durch die Feuersbrunst stieg zuletzt auf mindestens 50. Die politische Führung sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt.

Soldaten haben am Donnerstag aus einem Munitionslager Raketen und Artillerie an einen sicheren Ort gebracht. Daneben befürchtete der Zivilschutz, dass sich die radioaktive Strahlung durch die Feuerwalze erhöhen könnte. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben sich die Waldbrände bedrohlich der Garnison in Naro-Fominsk genähert. Die Anlage liegt im Moskauer Wehrbezirk. Nach Augenzeugenberichten breiten sich die Flammen wegen starken Windes oft rasend schnell aus. Nach Angaben des Zivilschutzes besteht die Gefahr, dass der Boden, der 1986 durch die Atomkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) besonders verseucht wurde, mit den Flammen und der Asche in die Luft gewirbelt werden könnte. Zivilschutzminister Sergej Schoigu, sagte, es werde alles getan, um dies zu verhindern.

Vor allem die Region Brjansk in der Nähe der Ukraine und Weißrusslands werde mit zusätzlichen Schadstoffmessungen kontrolliert. Am Donnerstag waren fast 1000 Wald- und Torfbrände registriert, wie das Zivilschutzministerium in Moskau mitteilte. Landesweit wurden Dörfer evakuiert. In der Umgebung des atomaren Forschungszentrums in Sarow, rund 400 Kilometer östlich von Moskau, verhinderten zahlreiche Helfer ein Vordringen der Flammen.

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