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Panorama Feuergefecht: Polizei erschießt Drogenbaron in Mexiko
Nachrichten Panorama Feuergefecht: Polizei erschießt Drogenbaron in Mexiko
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13:44 17.12.2009
Arturo Beltrán Leyva wurde von der mexikanischen Polizei erschossen. Quelle: AFP
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Mexiko. Wie das Justizministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, wurde Arturo Beltrán Leyva alias der „Boss der Bosse“ in einem Gefecht mit Sicherheitskräften getötet. Auf die Ergreifung des 47-Jährigen war eine Belohnung von 1,5 Millionen Dollar (rund eine Million Euro) ausgesetzt.

Beltrán Leyva und drei seiner Begleiter wurden während des „heftigen Gefechts“ in der nordmexikanischen Stadt Cuernavaca getötet, wie das Ministerium erklärte. Ein vierter Komplize beging demnach Selbstmord, als er umzingelt war. Das Gefecht war laut Polizei so heftig, dass Anwohner zeitweilig in ein benachbartes Stadium in Sicherheit gebracht werden mussten. Nach Angaben eines Armeesprechers war die Aktion geheimdienstlich von langer Hand vorbereitet.

Das nach Beltrán Levya benannte Kartell ist eine Abspaltung des Sinaloa-Kartells, an dessen Spitze der 2001 aus einem mexikanischen Gefängnis entflohene Joaquín „El Chapo“ Guzman stand. Beltrán Leyva kooperierte unter anderem mit dem kolumbianischen Kartell Norte del Valle, um Drogen in die USA zu schmuggeln.

Im August vergangenen Jahres erhob die US-Justiz Anklage gegen Beltrán Leyva und 42 weitere Verdächtige wegen Drogenhandels. Laut Anklage sollen sie nahezu 200 Tonnen Kokain und große Mengen Heroin in die Vereinigten Staaten gebracht und Millionenbeträge aus den USA und Kanada geschmuggelt haben. Beltrán Leyva galt außerdem als Auftraggeber von Morden, Folterungen und Entführungen.

Im nordmexikanischen Bundesstaat Durango wurden die in Plastiktüten verpackten Köpfe von sechs vermissten Polizisten in einem Park entdeckt. Die Körper der Ermordeten sind laut Staatsanwaltschaft noch nicht aufgetaucht. Am Fundort wurde kein Bekennerschreiben hinterlassen, wie es kriminelle Gruppen in Mexiko nach der Enthauptung ihrer Opfer oft tun. Die Polizisten waren seit Dienstag vermisst. Ihr Fahrzeug wurde 250 Kilometer von Cuencamé entfernt entdeckt. Durango gehört zu der „Goldenes Dreieck“ genannten Drogenhochburg im Norden Mexikos.

Im Bundesstaat Tijuana, der an den US-Bundesstaat Kalifornien grenzt, wurden sieben Menschen getötet, 13 weitere im mexikanischen Nachbarstaat Chihuahua. Im südlichen Bundesstaat Chilpancingo wurden in Plastikbeuteln die gliederlosen Leichen zweier Männer entdeckt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Im Norden Mexikos kämpfen Rauschgiftkartelle um lukrative Schmuggelrouten für Drogen in die USA. Seit Jahresbeginn wurden allein in der Grenzstadt Ciudad Juárez bereits 2500 Morde registriert. Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen entsandte die mexikanische Regierung 50.000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes. Der Drogenmafia werden mehr als 14. 000 Morde seit Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón Ende 2006 angelastet.

AFP

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