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Mehrere Verletzte

Polizei: Explosion in London war Terrorakt

In London hat sich in einem Zug der Parsons Green District Line, U-Bahn der britischen Hauptstadt, eine Explosion ereignet. Die Polizei hat den Vorfall als Terrorakt eingestuft. 18 Personen werden in Krankenhäusern behandelt. Sie sollen Brandverletzungen im Gesicht erlitten haben.

London.  Laut Augenzeugen soll ein „Feuerball durch den Zug geflogen“ sein, heißt es beim „Focus“. 18 Personen sind so schwer verletzt worden, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Momentan gibt es keine Meldungen über Tote. Die Londoner Polizei geht bei der Explosion in einem Londoner U-Bahn-Zug am Freitag von einem Terroranschlag aus und ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Was die Explosion in einer U-Bahn-Station im Südwesten Londons auslöste ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Die britische Premierministerin Theresa May hat den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung einberufen.

Auf dem Bild soll die Tasche zu erkennen sein, die explodiert sein und mehrere Menschen verletzt haben soll

Auf dem Bild soll die Tasche zu erkennen sein, die explodiert sein und mehrere Menschen verletzt haben soll.

In sozialen Medien kursierte ein Bild von einem weißen Eimer, der angeblich eine kleine Explosion ausgelöst haben soll. Aus dem Eimer hingen Drähte. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Fotos noch nicht. Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer „Flammenwand“, die sich in dem U-Bahn-Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen. Der Vorfall soll sich gegen 08.20 Uhr (Ortszeit; 09.20 Uhr MESZ) ereignet haben.

Bundesregierung nach Explosion: Sind in großer Sorge

Die Bundesregierung hat nach der Explosion in der Londoner U-Bahn ihre Besorgnis ausgedrückt. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte am Freitag, „dass wir in großer Sorge sind über das, was dort geschieht“. Noch stehe allerdings nicht „mit letztlicher Sicherheit“ fest, ob es sich um einen terroristischen Anschlag oder ein Unglück handele.

Terroranschläge in Großbritannien

Großbritannien und insbesondere die Hauptstadt London sind seit Jahren Ziel von Terroranschlägen. Einige herausragende Beispiele:

19. Juni 2017: Ein Mann rast mit einem Lieferwagen in eine Menschenansammlung in der Nähe eines muslimischen Gebetshauses in London. Ein Mensch stirbt, weitere werden verletzt. Der mutmaßliche Täter soll aus Hass gegen Muslime gehandelt haben.

3. Juni 2017: Drei Männer attackieren im Zentrum Londons Passanten erst mit einem Lieferwagen und dann mit langen Messern. Acht Menschen werden getötet, Dutzende verletzt. Die Terroristen werden von Polizisten erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert den Anschlag für sich.

22. Mai 2017: Bei einem Bombenanschlag nach einem Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester reißt ein Selbstmordattentäter 22 Menschen mit in den Tod, darunter auch Kinder. Der IS gibt an, hinter dem Anschlag zu stehen.

22. März 2017: Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke sterben vier an den Folgen ihrer Verletzungen. Sicherheitskräfte erschießen den Täter. Der IS reklamiert die Tat für sich.

7. Juli 2005: Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Von fw/RND/dpa


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