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Ein Paar schaut sich in Duisburg die Gedenkstätte am ehemaligen Loveparade-Gelände an.

Ein Paar schaut sich in Duisburg die Gedenkstätte am ehemaligen Loveparade-Gelände an.© dpa

Gedenken

Duisburg bereitet sich auf Jahrestag der Loveparade vor

Am 24. Juli 2010 starben 21 Menschen im Gedränge auf der Loveparade, Hunderte wurden verletzt. Zum Jahrestag der Katastrophe bereiten sich die Menschen in Duisburg auf die Gedenkfeier vor. Einige trafen sich am Sonnabend in einem Zentrum für Hinterbliebene und Betroffene.

DUISBURG. Ein Jahr nach der Katastrophe bei der Loveparade mit 21 Toten bereiten sich die Menschen in Duisburg auf den Jahrestag des Unglücks vor. In einem Café gegenüber des Rathauses ist dazu am Sonnabend ein Zentrum für Hinterbliebene, Verletzte, Rettungskräfte und Traumatisierte der Loveparade eingerichtet worden. Dorthin kamen nach Angaben von Organisator Lothar Evers am Sonnabendnachmittag rund 50 Menschen, die sich in verschiedenen Initiativen stärker vernetzen wollen.

"Hier können wir auch die Aufklärung voran treiben, weil das nirgendwo anders passiert", sagte Evers am Sonnabend in Duisburg. "Die Zeit läuft gegen die Aufklärung", erklärte auch Susanne Köckert. "So ein Treffen wie heute ist wichtig. Bürger und Initiativen üben dabei einen massiven Druck gegen die Verantwortlichen aus." Obwohl sie nicht auf der Loveparade war, engagiert Köckert sich in Initiativen.

Auch Betroffene wie der 21 Jahre alte Joscha Reintges kamen zu dem von Evers und der "Selbsthilfegruppe Massenpanik" eingerichteten Zentrum. Reintges hatte eingequetschten Loveparade-Teilnehmern über die Treppe an der Rampe aus dem Chaos geholfen. "Die Loveparade hat mein Leben verändert", sagte er.

An der Veranstaltung am Sonnabend nahmen auch investigative Blogger und Internet-Nutzer teil, die sich auf ihren Seiten mit der Loveparade-Katastrophe auseinandersetzen. Im Café "Der kleine Prinz" stellten sie ihre Internet-Clips und Recherche-Ergebnisse vor.

Am Sonntag werden zu einer Gedenkfeier im Duisburger MSV-Stadion Tausende Besucher erwartet. Bei dem zweistündigen Programm sprechen auch Betroffene des Unglücks. Anschließend haben die Angehörigen Gelegenheit, im Unglücks-Tunnel still zu trauern. (dpa)


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