Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Duisburg bereitet sich auf Jahrestag der Loveparade vor
Nachrichten Panorama Duisburg bereitet sich auf Jahrestag der Loveparade vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 23.07.2011
Ein Paar schaut sich in Duisburg die Gedenkstätte am ehemaligen Loveparade-Gelände an. Quelle: dpa
Anzeige

DUISBURG. Ein Jahr nach der Katastrophe bei der Loveparade mit 21 Toten bereiten sich die Menschen in Duisburg auf den Jahrestag des Unglücks vor. In einem Café gegenüber des Rathauses ist dazu am Sonnabend ein Zentrum für Hinterbliebene, Verletzte, Rettungskräfte und Traumatisierte der Loveparade eingerichtet worden. Dorthin kamen nach Angaben von Organisator Lothar Evers am Sonnabendnachmittag rund 50 Menschen, die sich in verschiedenen Initiativen stärker vernetzen wollen.

"Hier können wir auch die Aufklärung voran treiben, weil das nirgendwo anders passiert", sagte Evers am Sonnabend in Duisburg. "Die Zeit läuft gegen die Aufklärung", erklärte auch Susanne Köckert. "So ein Treffen wie heute ist wichtig. Bürger und Initiativen üben dabei einen massiven Druck gegen die Verantwortlichen aus." Obwohl sie nicht auf der Loveparade war, engagiert Köckert sich in Initiativen.

Auch Betroffene wie der 21 Jahre alte Joscha Reintges kamen zu dem von Evers und der "Selbsthilfegruppe Massenpanik" eingerichteten Zentrum. Reintges hatte eingequetschten Loveparade-Teilnehmern über die Treppe an der Rampe aus dem Chaos geholfen. "Die Loveparade hat mein Leben verändert", sagte er.

An der Veranstaltung am Sonnabend nahmen auch investigative Blogger und Internet-Nutzer teil, die sich auf ihren Seiten mit der Loveparade-Katastrophe auseinandersetzen. Im Café "Der kleine Prinz" stellten sie ihre Internet-Clips und Recherche-Ergebnisse vor.

Am Sonntag werden zu einer Gedenkfeier im Duisburger MSV-Stadion Tausende Besucher erwartet. Bei dem zweistündigen Programm sprechen auch Betroffene des Unglücks. Anschließend haben die Angehörigen Gelegenheit, im Unglücks-Tunnel still zu trauern. (dpa)

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Der Anfangsverdacht gegen Verantwortliche der Duisburger Loveparade aus Kreisen der Stadt, des Veranstalters und der Polizei hat sich bestätigt. Das berichtete Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Mittwoch im Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags.

01.06.2011

Acht Monate nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten in Duisburg fordern nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zahlreiche Opfer Schmerzensgeld. Demnach liegen die finanziellen Ansprüche von mehreren Opfer vor.

09.04.2011

Die Loveparade-Katastrophe sorgte bei der ersten Tagung der Selbsthilfeorganisation erneut für große Diskussionen. Fest steht: Opfer, Hinterbliebene und die Bürger der Stadt wollen Aufklärung.

05.02.2011
Anzeige