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Solch ein Maserati Quattroporte kostet 114.000 Euro© dpa

Justiz

Diakonie: Maserati für Hilfsorganisation ethisch verwerflich

Die Berliner Diakonie hat sich deutlich vom Maserati fahrenden Geschäftsführer der Hilfsorganisation Treberhilfe, Harald Ehlert, distanziert.

Ein Maserati sei kein geeignetes Dienstfahrzeug für ihn und die Anschaffung eines solchen Autos ethisch verwerflich, sagte Sprecherin Christine Lehmacher-Dubberke am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ehlert steht unter Druck, seit bekannt wurde, dass er den Luxuswagen als Dienstauto fährt. Am Donnerstag hatte er dies als „absolut legal“ verteidigt. Die Treberhilfe, die sich um Obdachlose und sozial Benachteiligte kümmert, gehört zum Diakonischen Werk. Jetzt werde mit dem Geschäftsführer über Konsequenzen gesprochen.

„Herr Ehlert glaubt, er braucht das Auto, wir sehen das anders“, sagte die Sprecherin. Nach ihren Angaben droht der Treberhilfe schlimmstenfalls der Ausschluss aus dem Diakonischen Werk. Direkte finanzielle Folgen hätte dies zwar nicht, die Treberhilfe könnte dann aber auch nicht mehr von den Kontakten der Diakonie profitieren. Die Diakonie könne Ehlert aber nicht ablösen, da sie keinen Einfluss auf die interne Struktur der Treberhilfe habe. Laut Geschäftsführer besteht die Treberhilfe aus einem Verein und einer gemeinnützigen GmbH, an der Ehlert persönlich beteiligt ist.

Die Treberhilfe ist zum Teil spendenfinanziert und genießt wegen ihrer Gemeinnützigkeit Steuervergünstigungen. Ein Maserati Quattroporte, wie ihn die Treberhilfe besitzt, kostet laut Hersteller 114 000 Euro. Ehlert sagte, der 2007 erworbene Wagen sei günstiger gewesen und habe zwischen 70 000 und 90 000 Euro gekostet. dpa


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