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Panorama Deutschland ist bereit für Daisy
Nachrichten Panorama Deutschland ist bereit für Daisy
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00:48 09.01.2010
Um kurz vor 01.00 Uhr in der Nacht zu Sonnabend: Der Deutsche Wetterdienst warnt in Stufe Rot vor dem Unwetter. Auch betroffen: die Region Hannover Quelle: Internet
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Tief „Daisy“ bewegte sich am Freitag langsam von Süden Richtung Norden, die Behinderungen hielten sich zunächst aber in Grenzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor Panik - es seien keine dramatischen Auswirkungen zu erwarten. Neben Deutschland liegen derzeit weite Teile Europas unter Schnee und Eis.

Am Freitagnachmittag hatten sich die Schneewolken laut DWD zu einer Linie von Saarbrücken über das Rhein-Neckar-Gebiet bis nach Thüringen vorgearbeitet. Bisher seien die Schneemengen aber geringer als von den Wetter-Modellen vorhergesagt, sagte DWD-Meteorologe Martin Jonas dem DAPD. Das Problem seien ohnehin nicht die Schneemengen, sondern die Tatsache, dass der Pulverschnee stellenweise vom erwarteten starken Wind hoch aufgeschichtet werden könne. „Es wird aber nicht so dramatisch, wie es mal angekündigt war“, betonte Jonas.

Höhepunkt des windigen und schneereichen Wetters wird der Samstag, an dem sich „Daisy“ in weiten Teilen Deutschlands austoben dürfte. Am Sonntag soll der Wind langsam nachlassen, an der Küste kann es dann zwar nochmal richtig stürmisch werden, das sei aber nichts Ungewöhnliches, sagte Jonas.

Eisbrecher im Hamburger Hafen


Die Deutsche Bahn bereitete sich mit hunderten zusätzlichen Mitarbeitern, Buskontingenten und Dieselloks auf Behinderungen vor. Die Dieselloks sollen bei Oberleitungsschäden eingesetzt werden. In den Leitstellen und Betriebszentralen sollen zusätzliche Mitarbeiter einen möglichst reibungslosen Betriebsablauf sowie schnelle Informationen für Reisende sicherstellen.

Im Hamburger Hafen waren wegen immer stärkeren Eisgangs am Freitag Eisbrecher rund um die Uhr im Einsatz. Auch im Greifswalder Bodden sowie im Bereich des Peenestroms fuhren Eisbrecher im Dauereinsatz.

Auch die Flughäfen rüsten sich für ein Wochenende mit Schnee und Eis. Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt sollen 300 speziell geschulte Mitarbeiter rund um die Uhr im Drei-Schichten-Betrieb im Einsatz sein. Man sei „bestmöglich vorbereitet“ und müsse nun sehen, in welchem Ausmaß die extreme Wetterlage den Flughafen treffen werde, sagte ein Flughafen-Sprecher.

Deutschlandweit stellten sich auch die Autobahnmeistereien auf ein hartes Wochenende ein. So waren etwa in Nordrhein-Westfalen alle 700 Räum- und Streufahrzeuge startklar und alle 2.100 Mitarbeiter in Bereitschaft. Das Technische Hilfswerk rüstet sich nach eigenen Angaben ebenfalls, um bei eisglatten Straßen, Schneebruch und Stromausfall technische Hilfe zu leisten.

Verkehrsverbände reagierten unterdessen verärgert auf die Engpässe beim Streusalz. „Die Versorgungslücke ist hausgemacht“, sagte der Sprecher des Auto Club Europa (ACE). Er warf den für die Verkehrssicherung Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden vor, die Kapazitäten der Streusalzlager in den vergangenen Jahren aus Kostengründen massiv heruntergefahren zu haben. Ähnlich äußerte sich der ADAC.

Winter auch in Südeuropa


Ein Ende des Frostwetters ist nicht in Sicht. Mindestens bis Mitte des Monats können die Temperaturen nachts auf minus 15 Grad sinken.

Betroffen von dem strengen Winter sind weite Teile Europas, auch der Süden. Bei Arles und Avignon fielen 30 Zentimeter Schnee, im Rhône-Tal sorgten Winde für über einen Meter hohe Schneeverwehungen. In der spanischen Region Katalonien hatten 16.000 Kinder wegen des Winterwetters schulfrei. Während der Süden und die Mitte Italiens mit Hochwasser kämpften, lag der Norden unter einer Schneedecke.

In Schweden wurden Temperaturen von minus 38,7 Grad gemessen. In Großbritannien wirbelte der Winter den Spielplan der obersten Fußball-Liga durcheinander: Drei für Samstag geplante Partien wurden abgesagt, ebenso zehn Pokalspiele in Schottland. Im schottischen Hochland fiel die Temperatur in der Nacht auf minus 22,3 Grad.

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