Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Deutsche Mädchen sind oft dick und rauchen viel
Nachrichten Panorama Deutsche Mädchen sind oft dick und rauchen viel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 08.12.2009

Berlin/Paris. Waren 2001 noch 5,5 Prozent in dieser Altersgruppe fettleibig, stieg der Anteil bis 2006 auf elf Prozent, wie aus einer am Dienstag in Paris und Berlin veröffentlichten Gesundheitsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Damit erhöhte sich der Anteil der besonders dicken Mädchen so schnell wie in fast keinem anderen OECD-Land. Bei den 15-jährigen Jungen waren in Deutschland 2006 16 Prozent fettleibig, im Vergleich zu 13,7 Prozent im Jahr 2001.

Bedenklich ist der Studie zufolge auch die Situation bei jugendlichen Rauchern: Bei 15-jährigen Mädchen liegt Deutschland demnach mit einem Raucheranteil von 22 Prozent nach Österreich und Tschechien an dritter Stelle unter den 25 untersuchten OECD-Staaten. Bei den 15-jährigen Jungen lag der Anteil der Raucher bei 17 Prozent. Deutschland gehört zudem zu den wenigen Ländern, in denen der Anteil der rauchenden Frauen in den vergangen Jahren zugenommen hat.

Die internationale Vergleichsstudie bescheinigte Deutschland insgesamt ein leistungsfähiges, aber teures Gesundheitssystem. Die Gesundheitsausgaben pro Kopf liegen demnach um 20 Prozent über dem OECD-Schnitt. Auch die Ausgaben für Medikamente liegen pro Kopf um 17 Prozent über dem OECD-Schnitt. Insgesamt liegt Deutschland bei den Gesundheitsausgaben an zehnter Stelle, bei der Lebenserwartung allerdings nur auf Platz 14.

Mit 1,5 Allgemeinmedizinern je 1000 Einwohner hat Deutschland zudem eine deutlich höhere Ärztedichte als im OECD-Schnitt (0,9 je 1000 Einwohner). Dagegen sind in Zukunft in der Krankenpflege auch aufgrund der eher mäßigen Bezahlung Engpässe zu befürchten, wie aus der Studie weiter hervorgeht. So gibt es in Deutschland pro Arzt weniger Krankenschwestern oder Krankenpfleger als im OECD-Mittel. Auch der Nachwuchs bei Krankenpflegern und Krankenschwestern ist deutlich schlechter gesichert als bei Medizinern. Auf knapp 1000 Krankenpfleger und Krankenschwestern kommen in Deutschland pro Jahr nur rund 30 Absolventen, im OECD-Schnitt sind es dagegen 40.

Für die Vergleichsstudie „Gesundheit auf einen Blick“ wurde Daten zu den Gesundheitssystemen in den OECD-Ländern verglichen, darunter zu den wichtigsten Kostenfaktoren, zum Versorgungsniveau und zum Gesundheitszustand der Bevölkerung.

AFP

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenige Tage vor dem kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember soll es in Deutschland richtig frostig werden.

08.12.2009

Eine ungewöhnlich große Sternschnuppe hat auf ihrer Flugbahn über Norddeutschland für Aufregung unter Hobbyastronomen gesorgt.

08.12.2009

Die Hortensie stammt ursprünglich aus dem Fernen Osten - Pflanzenkenner gehen davon aus, dass sie im 18. Jahrhundert aus Japan und China den Weg in die hiesigen Gärten fand. Dass sich jetzt die Polizei im südniedersächsischen Hannoversch Münden mit den rosa, weiß, rot oder blau leuchtenden Pflanzen befasst, hat einen anderen Grund: In jüngster Zeit sind dort aus zahlreichen Gärten in den Ortsteilen Oberode und Hedemünden immer wieder Hortensien verschwunden.

08.12.2009