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Änderungen im April: Der neue 50-Euro-Schein kommt, in Notaufnahmen sollen nur noch Notfälle behandelt werden, und Patienten sollen schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekommen.

Änderungen im April: Der neue 50-Euro-Schein kommt, in Notaufnahmen sollen nur noch Notfälle behandelt werden, und Patienten sollen schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekommen.
 © dpa

Schonvermögen, Medizin

Das ändert sich für Verbraucher im April

Anfang April stehen wieder einige Änderungen an – vor allem medizinische. Menschen mit psychischen Beschwerden erhalten dann schneller einen Termin beim Therapeuten. Was sich im April sonst noch ändert, lesen Sie hier.

Berlin.  Folgende Neuregelungen treten im April in Kraft:

Neuer 50-Euro-Schein

Europas Verbraucher müssen sich ab dem 4. April an einen weiteren neuen Geldschein gewöhnen – der überarbeitete 50-Euro-Schein wird in Umlauf gebracht. Durch die neuen Sicherheitsmerkmale soll der Geldschein fälschungssicher werden: Unter anderem ist das Kürzel für die Europäische Zentralbank in zehn Sprachen aufgedruckt, bisher waren es fünf. Außerdem ändert der als glänzende Zahl aufgedruckte Wert „50“ auf der Vorderseite seine Farbe je nach Blickwinkel von Smaragdgrün zu Tiefblau. Wenn Sie den Geldschein kippen, zeigt das Hologramm ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das Euro-Symbol, das Hauptmotiv und die Wertzahl der Banknote.

Psychotherapeutische Sprechstunde

Auf einen Termin beim Psychotherapeuten müssen Patienten mitunter monatelang warten. Das soll sich jetzt ändern: Ab dem 1. April bieten ärztliche und psychologische Psychotherapeuten laut Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) kurzfristige und umfassende Beratung bei psychischen Beschwerden an.

„Für Patienten sind die langen Wartezeiten auf ein erstes Gespräch bei einem Psychotherapeuten damit Vergangenheit“, erklärt Dr. Dietrich Munz, Präsident der BPtK. Termine könne Patienten entweder direkt mit einem niedergelassenen Facharzt oder über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vereinbaren. Eine Überweisung ist nicht erforderlich.

Leiharbeit

In Deutschland gibt es etwa eine Million Beschäftigte in Leih- und Zeitarbeit. Mit einem neuen Gesetz wird eine Höchstdauer für die Überlassung an andere Betriebe von 18 Monaten eingeführt. Danach müssen Leiharbeitnehmer übernommen werden, wenn sie weiterhin dort arbeiten sollen.

Tarifpartner können sich nach Angaben der Bundesregierung auf eine längere Überlassung einigen. Spätestens nach neun Monaten müssten Leiharbeiter das gleiche Arbeitsentgelt bekommen wie vergleichbare Stammbeschäftigte. Außerdem dürften Leiharbeitnehmer nicht mehr als Streikbrecher eingesetzt werden. Leiharbeit könne zudem nicht als Werkvertrag kaschiert werden.

Schonvermögen

Der Vermögensfreibetrag von Beziehern der Sozialhilfe steigt nach Angaben der Bundesregierung ab 1. April von 2600 auf 5000 Euro. Davon profitierten Menschen mit Behinderung, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Der höhere Freibetrag gelte auch für Menschen, die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung benötigten, ebenso wie für die Ehe- und Lebenspartner sowie für alleinstehende Minderjährige.

Neue Regelungen für Notaufnahmen

In den Notaufnahmen der Krankenhäuser sollen künftig nur noch wirkliche Notfälle behandelt werden. Weniger dringende Fälle sollen an niedergelassene Ärzte weitergeleitet werden. Das geht aus dem 2015 beschlossenen Krankenhausstrukturgesetz hervor. Außerdem sollen „Notdienstpraxen in oder an Krankenhäusern als erste Anlaufstelle“ eingerichtet werden, heißt es dort.

Telemedizin

Für Video-Sprechstunden zur Nachsorge sowie Auswertung von Röntgenbefunden erhalten Vertragsärzte nach Angaben der Bundesregierung ab 1. April eigene Abrechnungspositionen. Damit hätten Arzt und Patient einen alternativen Weg für Arztkonsultationen, wichtig vor allem im ländlichen Raum.

Energie

Ab 1. April erhalten Heizanlagen, die mit Holz - inklusive Pelletheizungen - oder Kohle befeuert werden, erstmals das EU-Energielabel. Hierunter fallen nach Angaben der Bundesregierung sogenannte Festbrennstoffkessel bis 70 Kilowatt. Die Skala reiche von Energieeffizienzklasse A++ bis Energieeffizienzklasse G.

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Cannabis, DVB-T2, Reisepass: Was sich im März geändert hat, lesen Sie hier.

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Von RND/dpa/are/wer

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