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Die «Costa Concordia» wird nach Genua gezogen, wo das Schiff abgewrackt werden soll.

Die «Costa Concordia» wird nach Genua gezogen, wo das Schiff abgewrackt werden soll. © Alessandro Di Meo

Schifffahrt

"Costa Concordia" nähert sich Abwrackhafen

Die havarierte "Costa Concordia" hat einen Großteil ihrer letzten Reise nach Genua geschafft. Das von Schleppern gezogene Kreuzfahrtschiff hatte am Freitagnachmittag bereits etwa 130 Seemeilen und damit mehr als zwei Drittel der rund 190 Seemeilen (gut 350 Kilometer) langen Strecke zurückgelegt.

Giglio. "Es läuft besser als vorhergesehen", sagte Alessandro Vettori, der den Transport für die Reederei "Costa Crociere" begleitet, der Nachrichtenagentur Ansa. Die Ankunft des Konvois in Genua ist für die Nacht zum Sonntag geplant, könnte aber auch schon Samstag erfolgen.

Die "Costa Concordia" war im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio havariert. Insgesamt 32 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter auch zwölf Deutsche. Nach einer weltweit einzigartigen Bergungsaktion wurde das Schiff am Mittwoch vom Unglücksort vor Giglio abgeschleppt. Mehrere Schlepper und zehn Begleitschiffe bringen es in die ligurische Hafenstadt Genua, wo es in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden soll.

Der Kreuzfahrtriese ist mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten (rund 3,7 Stundenkilometer) unterwegs. Teilweise fuhr das Schiff sogar schneller als vorgesehen. Auch das Wetter war gut, lediglich für Freitagabend und Samstag war entlang der Route Regen angekündigt. In Genua soll die "Costa Concordia" in einem mehrstündigen Manöver in das Containerterminal navigiert werden.

Seit Freitagmorgen fährt der Konvoi nicht mehr an der französischen Insel Korsika entlang und hat damit den gefährlichsten Abschnitt der insgesamt rund viertägigen Reise erreicht: Die Fahrt über das offene Meer. Hier könnten hohe Wellen dem stark beschädigten Wrack zusetzen.

Vor der Insel Giglio wurde unterdessen die Suche nach dem letzten noch vermissten Opfer des Schiffsunglücks wieder aufgenommen. Taucher begannen damit, den Bereich im Meer abzusuchen, wo bis vor wenigen Tagen noch das 290 Meter lange Schiffswrack lag.

dpa


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