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Panorama Brandenburg erwartet die Flut
Nachrichten Panorama Brandenburg erwartet die Flut
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11:14 09.08.2010
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BAUTZEN/BAD MUSKAU. Das Wasser kommt: Der Scheitelpunkt der Neisse-Fluten hat am Montagmorgen Bad Muskau erreicht.

Während seines Besuchs in den Hochwassergebieten war Bundesinnenminister Thomas de Maizière auch nach Bad Muskau gereist. Nach Lage der Dinge dürfte auch der Fürst-Pückler- Park, eine Unesco-Welterbestätte, überschwemmt werden.

Nach dem verheerenden Hochwasser in Sachsen hat de Maizière (CDU) Hilfe des Bundes in Aussicht gestellt. Jetzt gehe es zunächst einmal darum, den Schaden aufzunehmen, sagte er bei einem Besuch des besonders schwer betroffenen Schienenfahrzeugherstellers Bombardier in Bautzen.

In Bautzen war die Spree nach heftigen Regenfällen mitten durch das Werksgelände von Bombardier geschossen. Dabei floss das Wasser wieder im alten Flussbett der Spree. Das Hochwasser hinterließ einen Millionenschaden, genaue Summen stehen noch nicht fest.

Nach dem schweren Hochwasser in Sachsen bereitet sich jetzt Brandenburg auf die Flutwelle vor. Bedroht waren zunächst vor allem Orte an der Neiße in Südbrandenburg, wo noch am Montagnachmittag die Scheitelwelle aus Sachsen erwartet wurde. Auch an der Oder, in die bei Ratzdorf die Neiße mündet, sollen die Pegel steigen. „Große Sorge bereitet uns auch die Spree“, sagte am Montag der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude.

Dort werden nach den starken Niederschlägen der vergangenen Tage Pegelstände vorhergsagt, wie es sie seit 1981 nicht mehr gegeben hatte. Allerdings hofft der Krisenstab, den Zufluss in die Spree über die Talsperre Spremberg etwas regulieren zu können, damit die Pegel weniger schnell steigen. Am Staudamm war in den vergangenen Wochen für Bauarbeiten Wasser abgelassen worden. „Das gibt jetzt die Chance, die Hochwasserwelle für zwei bis drei Tage zwischenzuspeichern“, erläuterte Freude.

Spätestens bis Dienstag früh soll die Baustelle am Auslauf geräumt werden. Dann sollen größere Wassermengen aus dem Speicher in Richtung Spreewald abgegeben werden. „Das werden Wassermengen sein, die die Spree seit vielen Jahren nicht gesehen hat“, sagte der Behördenchef. Im Spreewald könnten aber etliche unbewohnte Flächen geflutet werden. Am Oberlauf der Spree stand das Wasser am Montag morgen bereits 1,50 Meter über Normal. Erwartet wird, dass die Pegel um einen weiteren Meter steigen.

Für Spree und Neiße soll am Montag abend oder Dienstag früh die höchste Alarmstufe IV ausgerufen werden. Damit käme die Flut wegen großflächiger Überflutungen in Sachsen langsamer als zunächst erwartet. Nach Spremberg, Forst und Guben an der polnischen Grenze wurden bereits zehntausende Sandsäcke gebracht. Nach Angaben des Landkreises halten sich Helfer bereit. In Cottbus sollte am Nachmittag ein regionaler Krisenstab die Arbeit aufnehmen.

APD/dpa

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