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Panorama "Böhse Onkelz"-Sänger schweigt vor Gericht
Nachrichten Panorama "Böhse Onkelz"-Sänger schweigt vor Gericht
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11:56 24.09.2010
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Zu Beginn des Prozess vor dem Landgericht Frankfurt am Main schwieg der 46-Jährige zu den Vorwürfen. Die zwei bei dem Unfall schwer verletzten Männer sagten unter Tränen aus.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sänger der Rockband fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung, fahrlässige Körperverletzung und Unfallflucht vor. Er soll am Silvesterabend 2009 mit einer Geschwindigkeit von 230 Stundenkilometern über die Autobahn A 66 gerast sein und einen anderen Wagen gerammt haben. Beide Wagen schleuderten danach in die Leitplanke, das andere Fahrzeug fing Feuer.

Russell flüchtete der Anklage zufolge zu Fuß vom Unfallort. Der Fahrer und der Beifahrer des anderen Wagens wurden schwer verletzt durch andere Autofahrer aus ihrem Wagen befreit. Russell soll beim dem Unfall unter dem Einfluss von Kokain, Methadon und weiteren Drogen gestanden haben. Dem Musiker wird zudem zur Last gelegt, zunächst vorgetäuscht zu haben, jemand anderes habe den Unfallwagen gefahren.

Die 20 und 22 Jahre alten Männer erlitten bei dem Unfall unter anderem schwere Verbrennungen. Der Beifahrer verlor drei Finger der linken Hand, der Fahrer erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma. Beide sind noch immer schwer von dem Unfall gezeichnet und in ärztlicher Behandlung.

Die beiden Männer, die vor Gericht als Nebenkläger auftreten, sagten am Freitag aus, sich nicht an den Unfall erinnern zu können. Beide machten Russell aber schwere Vorwürfe. Es mache ihn „ganz traurig“, dass er nicht geholfen und einfach abgehauen sei, sagte der 20-jährige Fahrer. Er konnte nur unter Mühe aussagen, weil er auch an Konzentrationsschwierigkeiten leidet. Der 22-jährige Beifahrer warf Russell vor: „Er hat mein Leben kaputt gemacht.“ Er könne nicht verstehen, wie ein Mensch zu so etwas fähig sein könne.

Die „Böhsen Onkelz“ beendeten im Jahr 2005 nach 25 Jahren ihre gemeinsame Karriere. Die Gruppe war umstritten, weil sie zum Teil dem Rechtsrock zugeordnet wurde. Allerdings distanzierte sich die Band selbst davon. afp

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