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Panorama Bistum räumt nach Missbrauch Fehler ein
Nachrichten Panorama Bistum räumt nach Missbrauch Fehler ein
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16:19 02.02.2010
Das Canisius-Kolleg in Berlin. Quelle: apn
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Hildesheim. Der in den Berliner Missbrauchsskandal verwickelte Jesuitenpater Peter R. hat im Bistum Hildesheim nach Angaben der katholischen Kirche weitere Taten verübt. Während der Tätigkeit des Paters im Bistum Hildesheim in den Jahren 1982 bis 2003 sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen. Mindestens in einem Fall sei das Opfer eine Minderjährige gewesen, teilte das Bistum am Dienstag mit. Man habe die Tragweite der Vorwürfe seinerzeit aber unterschätzt.

Nach Angaben des Bistums informierte im Jahr 1993 eine Mutter den damaligen Hildesheimer Bischof Josef Homeyer darüber, dass der Pater ihre 14-jährige Tochter unsittlich berührt habe. „Daraufhin wurde Peter R. die Jugendarbeit verboten, dieses Verbot aber nicht konsequent durchgehalten.“ Im Jahr 1997 seien dem Pater Unregelmäßigkeiten in seiner Amtsführung und weitere sexuelle Belästigungen vorgeworfen worden. Daraufhin sei dieser aus seiner damaligen Gemeinde versetzt worden.

Der emeritierte Hildesheimer Bischof Homeyer bedauerte seine damalige Haltung zutiefst. „Aus heutiger Sicht haben wir die Vorwürfe zu wenig ernst genommen und die Tragweite der weiteren Entwicklungen eindeutig unterschätzt“, sagte er.

Der Hildesheimer Domkapitular Heinz-Günter Bongartz betonte, mittlerweile gehe man jedem Verdacht auf sexuellen Missbrauch entschieden nach und setze sich intensiv mit Opfer und Täter auseinander. Bongartz ist Beauftragter für Fälle sexuellen Missbrauchs im Bistum Hildesheim.

Täter müssten disziplinar-, zivil- und strafrechtliche Konsequenzen fürchten, betonte er. Das Bistum prüfe derzeit, ob R. möglicherweise weitere Personen sexuell missbraucht habe.

Der Jesuitenpater wurde den Angaben zufolge 1982 in die Jesuiten-Niederlassung Göttingen im Bistum Hildesheim versetzt und übernahm dort die Aufgabe eines Jugendseelsorgers. Ab 1989 verwaltete er in Hildesheim die Pfarrei „Guter Hirt“. 1995 verließ er den Jesuitenorden und wurde Priester im Bistum Hildesheim. Nach Stationen als Seelsorger in Wolfsburg, Berlin und Hannover wurde er 2003 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt. Anschließend sei er nach Berlin gezogen, heiß es.apn

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