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Panorama Bis 20 Zentimeter! Tief Daisy bringt noch mehr Schnee
Nachrichten Panorama Bis 20 Zentimeter! Tief Daisy bringt noch mehr Schnee
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20:51 06.01.2010
Ein neuer Schneekeile kommt aus Russland herüber Quelle: ap

In Großbritannien saßen wegen ungewöhnlich starker Schneefälle bis zu 1.000 Autofahrer über Nacht in ihren Autos fest. Am Wochenende droht auch in Deutschland ein Schneechaos, die Meteorologen erwarten teils heftige Niederschläge, dazu kann stürmischer Wind für Schneeverwehungen sorgen.

Minus 22 Grad zeigten die Messstationen des Deutschen Wetterdienstes in Querfurt in Sachsen-Anhalt in der Nacht zum Mittwoch an. Ein Rekord ist das allerdings noch nicht: 1987 wurden dort minus 23,6 Grad gemessen, wie die DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold der Nachrichtenagentur DAPD sagte. Nun aber sind Wolken im Anzug, deswegen werden die nächsten Nächte nicht mehr ganz so eisig.

„Daisy“ bringt zum Wochenende reichlich Neuschnee


„Die derzeitigen Eisschrank-Temperaturen haben wir einer - wenn auch mancherorts nur dünnen - Schneedecke zu verdanken“, erklärte die Wetterexpertin. „Eine Schneedecke produziert ganz selbstständig Kaltluft. Der Schnee sorgt nämlich dafür, dass fast die gesamte kurzwellige Einstrahlung der Sonne geradewegs wieder reflektiert wird.“ So könne sich die Luft über Schnee immer weiter abkühlen. Die Nacht zum Montag war noch meist zwischen minus 5 und minus 10 Grad kalt, in der Nacht auf Dienstag verschärfte sich der Frost auf bis zu minus 15 Grad und in der folgenden Nacht traten in der Mitte Deutschlands örtlich minus 20 Grad auf.

Und es bleibt winterlich: Das Tief „Daisy“ entwickelt sich laut DWD am Donnerstag und Freitag über dem Mittelmeer zu einem Sturmtief. Es soll reichlich Neuschnee geben, besonders über dem Süden und Osten Deutschlands. „Problematisch wird die Situation durch den auffrischenden Wind. Besonders in höheren Lagen sind am Freitag und am Wochenende Sturmböen möglich“, erklärte der Wetterdienst. Es kann zu Schneeverwehungen und damit massiven Verkehrsbehinderungen kommen. Danach lassen die Niederschläge nach, doch auch in der kommenden Woche soll es weiter kalt bleiben.

Verkehrschaos in Großbritannien


Ungewöhnlich heftige Schneefälle machten am Mittwoch den Menschen in England zu schaffen. Bis zu 1.000 Autofahrer saßen bei Hampshire in Südengland in den Schneemassen fest. Viele mussten in ihrem Fahrzeug übernachten. Soldaten und Angehörige der Küstenwacht waren im Einsatz, um eingeschlossenen Autofahrern beizustehen.

Der Londoner Flughafen Gatwick wurde teilweise geschlossen, um Start- und Landebahnen vom Schnee zu räumen. Mehr als 240 Flüge fielen aus. Auch auf Europas meistgenutztem Flughafen London Heathrow gab es Behinderungen.

Die Autobahn M1 zwischen London und Leeds wurde gesperrt. Weil einigen Gemeinden Streusalz und Sand ausgingen, wurden die Bürger aufgerufen, ihr Auto stehen zu lassen. Auch im Bahnverkehr kam es zu Störungen. Im Eurostar-Verkehr unter dem Ärmelkanal mussten am Mittwoch vier Züge ausfallen. Bereits um Weihnachten hatte es dort massive Probleme gegeben, schätzungsweise 55.000 Fahrgäste waren betroffen. An vielen Schulen fiel der Unterricht aus. In London blieb es bei kleineren Störungen. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes erlebt Großbritannien zurzeit die längste Kälteperiode seit 1981. apd

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