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Nachdem der Vulkan Agung auf Bali am Wochenende eine vier Kilometer hohe Aschesäule ausstieß, haben die Behörden die höchste Vulkan-Warnstufe ausgerufen.

Nachdem der Vulkan Agung auf Bali am Wochenende eine vier Kilometer hohe Aschesäule ausstieß, haben die Behörden die höchste Vulkan-Warnstufe ausgerufen.
© AP

Drohender Vulkanausbruch

Bali ruft höchste Warnstufe aus

Auf der indonesischen Insel Bali spuckt der Vulkan Agung Rauch und Asche. Der Flugverkehr wurde zunächst für 24 Stunden gesperrt, Tausende Reisende sitzen fest. Die Behörden haben die höchste Vulkan-Warnstufe ausgerufen und ordneten die Evakuierung der angrenzenden Siedlungen an.

Jakarta. Mindestens 100.000 Menschen mussten das Gebiet rund um den Vulkan Agung am Montag verlassen. Nach heftigen Eruptionen am Wochenende hatten die balinesischen Behörden die Evakuierung im Umkreis von zehn Kilometern um den brodelnden Berg angeordnet.„Explosive Eruptionen mit Flammen weisen darauf hin, dass ein Ausbruch bevorstehen könnte“, sagte der Behörden Sprecher Sutopo Nugroho die Lage am Montag. Die Alarmstufe für den Agung war bereits im September angehoben worden, nachdem Geologen eine starke Aktivität verzeichneten.

Am Montag hatten zunächst nur rund 40.000 Anwohner das Gebiet verlassen, weil sie sich sicher fühlten oder ihre Häuser und Tiere nicht zurücklassen wollten, teilte Nugroho in Jakarta mit. Einsatzkräfte durchkämmten die Region, um Anwohner davon zu überzeugen, sich in Sicherheit zu bringen. Wenn es nötig sei, würden das Gebiet „mit Gewalt“ evakuiert.

Auch der internationale Flughafen Denpasar wurde zunächst für 24 Stunden geschlossen. 445 Flüge mussten gestrichen werden, rund 59.000 Reisende saßen auf der Urlaubsinsel fest, sagte ein Sprecher der Flughafens.Vorerst soll der Flughafen bis Dienstagmorgen geschlossen bleiben. Alle sechs Stunde werde überprüft, ob der Flugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

Schlammlawinen in der Regenzeit

Bei heftigen Eruptionen am Wochenende schoss aus dem orange glühenden Krater eine Aschesäule bis zu vier Kilometer in die Höhe und zog in Richtung der Nachbarinsel Lombok, wo ebenfalls ein kleinerer Flughafen vorübergehend geschlossen wurde.

Beim letzten großen Ausbruch des Agung 1963 sind rund 1100 Menschen ums Leben gekommen. Indonesien liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring gelegen, mehr als 120 aktive Vulkane speien immer wieder Asche und Gestein in die Luft.

Ein Video des Katastrophenschutz zeigte, wie sich Wasser mit angesammelten Ascheschutt seinen Weg an den Abhängen des Vulkans bahnte.

Die Menschen sollten sich von Flüssen fernhalten und die evakuierte Gegend um Agung nicht betreten, warnte die Behörden. Wegen der Regenzeit auf der Insel, bestehe die Gefahr, dass sich die Schlammströme noch verstärkten.

Von RND/dpa/tap


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