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Panorama BP beginnt Einsatz mit Schlammkanone
Nachrichten Panorama BP beginnt Einsatz mit Schlammkanone
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22:50 26.05.2010
UNTER WASSER: Das Bild zeigt eine Aufnahme der so genannten Schlammkanone, mit deren Hilfe BP das Leck schließen will. Quelle: ap

NEW ORLEANS. Der US-Küstenschutz hatte grünes Licht für den „Top  Kill“-Einsatz gegeben. Die Methode ist anerkannt, wurde allerdings noch nie in einer solchen Tiefe ausgeführt. Die Prozedur könnte zwei Tage dauern. BP schätzt die Erfolgschancen auf 60 bis 70  Prozent. Die Plattform vor der US-Südküste war am 22. April  explodiert. Aus dem lecken Bohrloch in 1500 Metern Tiefe strömen täglich hunderttausende Liter Öl ins Meer.

Die USA erlebten derzeit die schlimmste Ölpest in ihrer  Geschichte, sagte Obamas Beraterin in Umwelt- und Energiefragen,  Carol Browner, dem Fernsehsender ABC. „Ich denke, da gibt es leider  keinen Zweifel.“ Angesichts des wachsenden Unmuts in der  Bevölkerung kündigte Obama an, er wolle sich erneut persönlich ein  Bild von der Lage vor Ort machen. Wie das Weiße Haus mitteilte,  reist Obama am Freitag für einen Kurzbesuch in den US-Bundestaat  Louisiana. Bereits Anfang Mai war Obama nach Louisiana gereist.

Obamas Regierung muss seit mehr als einem Monat mit ansehen, wie  aus dem lecken Bohrloch vor der US-Südküste täglich hunderttausende  Liter Öl ins Meer strömen. Der Chef der US-Küstenwache, Thad Allen,  hatte am Montag Drohungen von Innenminister Ken Salazar abgetan, BP  bei der Bekämpfung der Ölpest das Heft aus der Hand zu nehmen. Die  US-Regierung verfüge weder über das notwendige Fachwissen noch über  die erforderliche technische Ausrüstung, um das lecke Bohrloch zu  schließen, sagte Allen.

Neben dem „Top Kill“-Einsatz ist eine alternative Methode das  Bohren eines zweiten Bohrlochs, um den Druck zu verringern. Eine  solche Entlastungsbohrung nimmt aber viel Zeit in Anspruch. Außerdem wurde erwogen, eine Stahlglocke über das Bohrloch zu  stülpen. Damit sich nicht wieder eisähnliche Kristalle in der  Glocke bilden, die den ersten Versuch Anfang Mai scheitern ließen,  soll die Glocke am Bohrloch abgedichtet werden.

Zwei US-Abgeordnete erklärten am Dienstag, bereits 24 Stunden  vor der Explosion der BP-Plattform habe es einige Warnzeichen wie  Druckanstieg und Flüssigkeitsverlust gegeben. Dies habe eine vorläufige BP-Untersuchung ergeben, erklärten die Vorsitzenden des  Energieausschusses im Repräsentantenhaus, Henry Waxman und Bart  Stupak. BP-Chef Tony Hayward räumte unterdessen ein, dass es mindestens sieben Defekte und Warnzeichen vor der Explosion gegeben habe. afp

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