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Panorama Auffangsystem für auslaufendes Öl vor US-Küste nach Panne entfernt
Nachrichten Panorama Auffangsystem für auslaufendes Öl vor US-Küste nach Panne entfernt
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21:19 23.06.2010

Washington. Die US-Regierung kündigte an, trotz der gerichtlichen Aufhebung an dem sechsmonatigen Ölbohrstopp im gesamten Golf von Mexiko festzuhalten.

„Es gab heute ein Problem“, am Abpumptrichter im Golf von Mexiko sei der Austritt von Gas bemerkt worden, sagte der Krisenkoordinator der US-Regierung, Thad Allen, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Vorausgegangen sei ein Zusammenstoß eines Unterseeroboters mit einem der Absaugventile, durch den der Druck in dem Trichter gestiegen sei. Der Trichter über der lecken Bohrleitung sei daher entfernt worden und werde nun überprüft, sagte Allen.

Sollten keine problematischen Veränderungen entdeckt werden, könne der Trichter den Angaben zufolge womöglich noch am selben Tag wieder installiert werden. Sollten sich wegen des erhöhten Drucks im Trichter jedoch Eiskristalle im Inneren gebildet haben, „könnte das sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen“, fügte Allen hinzu.

Über den Trichter waren zuletzt täglich rund 25.000 Barrel Öl (knapp vier Millionen Liter) in Frachter gepumpt worden. Insgesamt laufen nach Regierungsschätzungen täglich zwischen 30.000 und 60. 000 Barrel Öl aus. US-Fernsehsender zeigten nach dem Störfall Bilder von großen ausströmenden Ölblasen am Meeresgrund.

Die von BP betriebene Ölplattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. BP war wegen seines Krisenmanagements massiv in die Kritik geraten. Der Einsatz vor Ort wurde immer wieder durch Pannen verzögert. Die Leitung des Krisenmanagements übertrug BP am Mittwoch wie angekündigt von BP-Chef Tony Hayward auf den BP-Manager Robert Dudley.

Allen teilte überdies den Tod von zwei Einsatzkräften mit, die an der Eindämmung der Umweltkatastrophe beteiligt waren. Es handele sich zum einen um einen Helfer, der ein an den Reinigungsarbeiten beteiligtes Boot gesteuert habe. Zu den Todesumständen sagte der Krisenkoordinator nichts, die Polizei ermittele in dem Fall. Außerdem sei eine Einsatzkraft bei einem Unfall in einem Schwimmbad ums Leben gekommen.

Bereits vor der Panne bei den Abpumparbeiten erklärte US-Innenminister Ken Salazar am Dienstag, seine Regierung halte an dem befristeten Ölbohrverbot im Golf von Mexiko fest. Er werde dazu eine erneute Anweisung erteilen, erklärte er. Ein US-Gericht hatte das Moratorium kurz zuvor für rechtswidrig erklärt und damit einer Klage von 32 Öl-Firmen stattgegeben. Unmittelbar nach dem Urteil kündigte das Weiße Haus Berufung an. afp

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