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Panorama Aufblasen von Wohnmodul an der ISS schlägt fehl
Nachrichten Panorama Aufblasen von Wohnmodul an der ISS schlägt fehl
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16:48 27.05.2016
Das Wohnmodul «Beam» an der ISS. Quelle: NASA/TV
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Washington/Moskau

Der erste Test mit einem aufblasbaren Wohnmodul an der Internationalen Raumstation ISS ist fehlgeschlagen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa brach den Versuch nach einigen Stunden ab, nachdem das Modul "Beam" sich nicht wie geplant aufpumpen ließ.

"So kann es eben gehen im Weltall", kommentierte US-Astronaut Jeffrey Williams, der den Test von der ISS aus begleitete. Ein Mitarbeiter der Flugleitzentrale bei Moskau sagte am Freitag, Grund sei wohl ein zu hoher Druck im Modul gewesen. Die Nasa will die Ursache untersuchen und einen neuen Versuch unternehmen.

"Falls das Modul in diesem Zustand an der ISS bleibt, könnte es abreißen oder anders für die Station gefährlich werden", sagte der russische Experte. Die zylinderförmige Kammer soll sich rund 400 Kilometer über der Erde eigentlich wie ein Ballon aufblähen, wenn Luft in den Hohlraum strömt.

Bei dem Test pumpte der US-Astronaut Williams mit Druckstößen Gas in "Beam", das Modul dehnte sich aber nicht wie gewünscht aus. Nach einiger Zeit löste dann gestiegener Druck die Befürchtung aus, "Beam" könne sich unkontrolliert entfalten - daher sei der Versuch abgebrochen worden, hieß es in Moskau.

Astronauten hatten den "kosmischen Testballon" im April installiert, nachdem er an Bord einer "Dragon"-Kapsel zum Außenposten der Menschheit gebracht worden war. "Beam" soll sich zu einem rund vier mal drei Meter großen Raum aufblasen und zwei Jahre lang getestet werden.

Die Raumfahrer sollen herausfinden, ob die Konstruktion mit ihrer faltbaren Außenhaut Menschen zuverlässig vor kosmischer Strahlung, extremen Temperaturen, herumfliegendem Weltraumschrott und Mikrometeoriten schützen kann. Die Nasa erhofft sich Erkenntnisse über Möglichkeiten des Lebens außerhalb der Erde.

Zur Zeit arbeiten drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Brite auf der ISS. "Beam" ist ein Projekt der privaten US-Raumfahrtfirma Bigelow Aerospace in Zusammenarbeit mit der Nasa.

dpa

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