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Vulkanausbruch

Aschewolke legt Europas Luftverkehr lahm

Asche-Alarm über Europa: Nach Island und Norwegen wird jetzt auch in Deutschland, Großbritannien und Schweden der Luftverkehr durch den isländischen Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher behindert.

STOCKHOLM/LONDON. Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island hat am Donnerstag zu größeren Behinderungen im Luftverkehr geführt: Nach der kompletten Schließung des Luftraumes über Norwegen kündigten auch die Behörden in Schweden und Dänemark für den Donnerstag ähnliche Schritte als möglich an. Besonders chwer betroffen ist auch das Vereinigte Königreich. Die britische Flugüberwachung sperrte ab 13 MEZ den gesamtes Luftraum über Großbritannien. Auch in Irland verhängten die Behörden bis zum Abend ein Flugverbot.

Alle Londoner Flughäfen wurde am Mittag geschlossen, darunter auch Europas größter Airport Heathrow,. Am größten Flughafen Europas werden täglich etwa 1300 Flüge und 180 000 Passagiere abgefertigt. Die Fluglinie British Airways strich bis Freitag alle Flüge.

Der Luftverkehr im Nordwesten Deutschlands sowie in den Benelux-Ländern werde voraussichtlich ab 16.00 Uhr stark behindert, teilte Eurocontrol im niederländischen Maastricht mit, das für diese Region zuständig ist. Eine Schließung von Lufträumen sei aber nicht vorgesehen. Die Lufthansa erklärte, „mehrere dutzend“ Verbindungen von und nach London müssten gestrichen werden. Demnach gehen normalerweise rund 60 Lufthansa-Flüge täglich zwischen Deutschland und der britischen Hauptstadt. Insgesamt dürften die Betriebsstörungen in Frankfurt, dem drittgrößten Flughafen Europas, aber „begrenzt“ sein, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte.

Experten erklärten derweil, dass die Aschewolke kein Gesundheitsrisiko sei. Umweltwissenschaftler betonten zudem, dass die Wolke von der Erde aus wohl nicht zu sehen sei. Der Sender BBC berichtete, dass Menschen in Schottland schon Schwefel gerochen hätten.
Die Asche sei ein „erhebliches Sicherheitsrisiko“ für die Maschinen, teilte die NATS mit. Meteorologen glauben, dass sich die Asche erst in ein paar Tagen auflösen könnte und von Island weiter nach Südosten bewegt. Der Gletschervulkan Eyjafjalla war am Vortag ausgebrochen. Die Asche kann Düsentriebwerke beschädigen.

Für den weiteren Tagesverlauf muss nach Behördenangaben mit weiteren Flugverboten über Großbritannien, Dänemark, Finnland und dem westlichen Russland gerechnet werden. Dies hänge von der Windentwicklung ab, hieß es weiter.

Der isländische Vulkan war am Mittwoch zum zweiten Mal binnen vier Wochen ausgebrochen. Dampf und Rauch stiegen kilometerweit in die Höhe. In Island selbst mussten nach dem massiven Vulkanausbruch in der Nacht zum Mittwoch mehr als 700 Anwohner ihre Häuser verlassen. Schnell schmelzendes Eis vom Eyjafjalla-Gletscher führte zu Überschwemmungen.


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