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Helfer suchen in Trümmern nach weiteren Opfern.© dpa

Katastrophe

51 Tote bei starkem Erdbeben in Ost-Türkei

Ein Erdbeben hat am Montag im Osten der Türkei mindestens 51 Menschen getötet und mehrere Dörfer verwüstet.

Erdstöße der Stärke 6 ließen am frühen Morgen in der Provinz Elazig dutzende Häuser und die Minarette mehrerer Moscheen einstürzen. Etwa 100 Menschen wurden verletzt. Das Epizentrum des Bebens lag bei der Stadt Karakocan. In dem Gebiet, in dem die nordanatolische und die ostanatolische Störungszone verläuft, wurden mehr als 50 Nachbeben registriert.

„Leider wird in der Region mit getrockneten Lehmziegeln gebaut“, sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. An die Provinzbehörden sei Anweisung ergangen, dies zu ändern. Er kündigte ein Hilfsprogramm an. Die Europäische Union bot Hilfe an, falls diese benötigt werde. In einer Erklärung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso heißt es: „Ich bin zutiefst besorgt über die Nachrichten aus der Türkei.“

Rettungsmannschaften und Helfer suchten seit der Nacht in den Trümmern nach weiteren Opfern des Bebens. Unter den Toten waren auch mehrere Kinder. Viele Menschen waren bei den ersten Erdstößen gegen 04.32 Uhr (03.32 MEZ) in Panik aus ihren Häusern gerannt. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachten sie den Rest der Nacht im Freien. Der türkische Rote Halbmond richtete ein Krisenzentrum ein. Die Bewohner zerstörter Häuser sollen zunächst in Zelten und Containern untergebracht werden. Die Behörden riefen dazu auf, nicht in beschädigte Häuser zurückzukehren.

Fernsehbilder zeigten Trümmerhaufen und umgestürzte Wände, die unter den Dächern zusammengefallen waren. „An den aus Zement gebauten Häusern gibt es nur geringe Schäden“, sagte der Provinzgouverneur Muammer Erol. Auch der Wissenschafter Mustafa Erdik von der Istanbuler Erdbebenwarte Kandilli sagte: „Dieses Erdbeben war wirklich schwer.“

Die Türkei liegt in einer erdbebengefährdeten Region und wird regelmäßig von Erdstößen erschüttert, weil dort die Kontinentalplatten Afrikas und Eurasiens kollidieren. Bei den schwersten Beben der vergangenen Jahre kamen 1999 im Nordwesten der Türkei mindestens 18 000 Menschen ums Leben. dpa


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