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Panorama 440.000 Chinesen sollen für Wasserbauprojekt umgesiedelt werden
Nachrichten Panorama 440.000 Chinesen sollen für Wasserbauprojekt umgesiedelt werden
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13:52 09.12.2009
Immer wieder werden in China gigantische Staudamm- und Wasserbauprojekte in Angriff genommen. Quelle: AFP (Archiv)
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Peking. Wie die die Zeitung „Beijing News“ am Mittwoch berichtete, müssen für den Bau der sogenannten Nord-Süd-Wasser-Umleitung jährlich rund 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Behörden wollten jeden Bürger mit 19.000 Yuan (1890 Euro) entschädigen. Umweltschützer haben das Milliarden-Projekt wiederholt kritisiert.

Ab 2014 soll über ein Drei-Kanal-System Wasser aus einem Seitenarm des Yangtse, dem längsten Fluss Chinas, in den trockenen Norden des Landes geleitet werden. Zunächst sollen dem Bericht zufolge nur die Anwohner des östlichen und mittleren Kanals umgesiedelt werden, die für ihre Häuser zusätzlich entschädigt werden sollen. In Planung ist außerdem ein dritter Wasserweg im Westen.

Ursprünglich hätte die Hauptstadt Peking bereits 2010 dringend benötigtes Wasser über den geplanten mittleren Kanal geliefert bekommen. Aufgrund von Schwierigkeiten bei den Umsiedlungen habe sich das gesamte Projekt jedoch um vier Jahre verzögert, hieß es in dem Bericht weiter. China leidet seit Jahren unter Wassermangel, den Experten auf die Erderwärmung, Dürre und den steigenden Verbrauch der Region um Peking zurückführen, wo allein fast 100 Millionen Menschen leben.

Immer wieder müssen in China unzählige Menschen ähnlichen Großprojekten weichen. So wurden für den umstrittenen Bau des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms bereits mehr als eine Million Menschen umgesiedelt. Die betroffenen Einwohner warfen den Behörden vor, Job-Garantien nicht eingehalten und versprochene Entschädigungen nicht ausgezahlt zu haben. Das größte Wasserkraftwerk der Welt entsteht in Zentralchina.

AFP

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