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Panorama 15 Jahre Haft für Mord an Lehrerin gefordert
Nachrichten Panorama 15 Jahre Haft für Mord an Lehrerin gefordert
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18:34 20.08.2010
Auf der Anklagebank: Gero S. mit seinem Anwalt Gerhard Lunkmoss Quelle: dpa
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Wegen der tödlicher Messerstiche soll der Mann nach der Forderung der Staatsanwaltschaft 15 Jahre im Gefängnis verbüßen. Der Angeklagte habe die 35-Jährige ermordet, weil sie seine Liebe nicht erwidert habe, sagte Staatsanwalt Uwe Picard. Nach Ansicht des Verteidigers kommt eine Verurteilung wegen Mordes nicht in Betracht. Er plädierte für zehn Jahre Haft wegen Totschlags.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung forderten, den jungen Mann in einer Psychiatrie unterzubringen. Zwei Gutachter hatten im Prozess ausgesagt, dass der Angeklagte an einer Persönlichkeitsstörung mit schizoiden Zügen leidet. Deshalb sei er bei dem Verbrechen vermindert schuldfähig gewesen.

Kurz vor Weihnachten hatte der 21-Jährige die Lehrerin eines Gymnasiums im nahe gelegenen Osterholz-Scharmbeck vor ihrer Bremer Wohnung erstochen. Ein halbes Jahr zuvor hatte er die Schule ohne Abitur verlassen. Monatelang spionierte er der 35-Jährigen nach, in die er verliebt gewesen war und die ihn zurückgewiesen hatte.

Im vergangenen Dezember befestigte der ehemalige Schüler einen Peilsender am Auto der Lehrerin und wartete vor ihrem Haus im Gebüsch. Sein Plan sah vor, sie in seine Gewalt zu bringen und mehrere Tage in ihrer Wohnung zu ihrem Lebensstil, Sex und Liebe zu verhören. „Er hat von vornherein geplant, sie im Anschluss des Verhörs zu töten“, sagte der Staatsanwalt.

Zu der Befragung kam es nicht mehr. Die Frau wehrte sich, und der 21-Jährige stach mehr als 20 Mal mit einem Kampfmesser zu. In seinem letzten Wort sagte der Angeklagte, er bereue nur, dass er die Tat nicht wie geplant umsetzen konnte. Die Kammer will am Montag das Urteil verkünden. dpa

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