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Panorama 15 Jahre Haft für Mord an Lehrerin
Nachrichten Panorama 15 Jahre Haft für Mord an Lehrerin
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15:02 23.08.2010
Gero S. soll seine Lehrerin umgebracht haben. Ihn erwarten 15 Jahre Haft.
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Bremen. Der junge Mann leide an einer „schizotypen Persönlichkeitsstörung“, sagte der Vorsitzende Richter Helmut Kellermann. Der 21-Jährige hatte die 35-Jährige im vergangenen Dezember mit mehr als 20 Messerstichen getötet.

„Unser aufrichtiges Mitgefühl, der gesamten Kammer, des gesamten Gerichts, gilt Ihnen“, sagte Kellermann an die Eltern des Opfers gewandt. Der Mann hatte monatelang der Frau nachspioniert, in die er verliebt gewesen war. Am Tattag wartete er vor ihrer Wohnung und erstach sie auf der Straße.

Mit dem Urteil folgte die Kammer der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen dagegen auf zehn Jahre Haft wegen Totschlags plädiert. Regungslos nahm der 21-Jährige das Urteil entgegen. Reue hatte er im Prozess nicht gezeigt. Gutachter hatten dem jungen Mann eine Persönlichkeitsstörung attestiert.

Monatelang hatte er den Tod der Lehrerin eines Gymnasiums in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen geplant. Sie musste sterben, weil sie seine Liebe nicht erwidert hatte. In der Oberstufe hatte er einen Bioethik-Kurs bei ihr besucht und sich in die hübsche Pädagogin verliebt. Diese fühlte sich jedoch von dem zudringlichen Schüler belästigt und verbot ihm den Kontakt.

Ein halbes Jahr vor der blutigen Tat verließ der junge Mann das Gymnasium ohne Abitur und ging zur Bundeswehr. Trotzdem spionierte er der Biologie- und Chemie-Lehrerin weiterhin nach.

Am Morgen des 18. Dezember 2009 befestigte er auf dem Schulparkplatz einen Peilsender an ihrem Auto, um sie überwachen zu können. Dann wartete er in einem Gebüsch vor ihrem Haus.

Er wollte sie mit einer Pistolenattrappe aus Holz in seine Gewalt bringen und mehrere Tage in ihrer Wohnung verhören, danach töten. 6500 Fragen zu Liebe, Sex und ihrer Vergangenheit hatte er auf 26 Seiten notiert.

Doch dann wehrte sich die 35-Jährige, und er stach zu. Sie starb noch auf der Straße - vor den Augen von Passanten. dpa

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