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Niedersachsen Die Zecken sind los – auch schon jetzt im Februar
Nachrichten Niedersachsen Die Zecken sind los – auch schon jetzt im Februar
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00:19 17.02.2019
Eine tote Zecke unter einem Mikroskop. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
HANNOVER

Zecken-Alarm – und das schon im Februar. Der Grund: Bereits ab acht Grad werden die Blutsauger aktiv und können von daher auch bei den derzeitigen Temperaturen zur Gefahr werden.

Eigentlich treten Erkrankungen durch FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) größtenteils in Süddeutschland auf. Doch dies hat sich nun geändert. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt erklärte den Landkreis Emsland offiziell zum FSME-Risikogebiet. Das FSME-Virus kann Hirnhautentzündung und bleibende Lähmungen verursachen.

Emsland nördlichstes Risikogebiet in Deutschland

Das Emsland ist das nördlichste der 161 in Deutschland ausgewiesenen Risikogebiete, deren Zahl sich in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht hat.

Die Verbreitung des Virus durch Zecken wird seit Jahren vom Robert-Koch-Institut und dem Landesgesundheitsamt beobachtet. „Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen, dass das FSME-Virus vereinzelt auch in Niedersachsen vorkommt“, sagte Masyar Monazahian vom Landesgesundheitsamt. Eine Infektion außerhalb des Landkreises Emsland sei unwahrscheinlich, aber eben auch nicht auszuschließen. Seit 2001 wurden 24 Fälle von FSME in Niedersachsen verzeichnet, acht von ihnen im Emsland.

Matthias Pulz, Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Quelle: dpa

Noch ausreichend Zeit für eine Impfung

Eine Impfung gegen das Virus sei der beste Schutz, machte der Präsident des Landesgesundheitsamt, Matthias Pulz, deutlich. „Für Menschen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder einen Aufenthalt in diesen Gebieten planen, besteht jetzt noch ausreichend Zeit, sich impfen zu lassen, bevor die Hochphase der Zeckenaktivität im Frühjahr beginnt.“ Die Kosten für eine Impfung gegen den Virus wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

„Die FSME ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die auch sehr schwer verlaufen und zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks führen kann“, warnt die leitende Amtsärztin Johanna Sievering. Sie verläuft bei einem großen Teil der Infizierten und besonders bei Kindern ähnlich wie eine Sommergrippe.

Neben einer Impfung können auch vorbeugende Maßnahmen, wie lange Kleidung oder die Nutzung spezieller Hautschutzmittel, ergriffen werden.

Weiterlesen: Fragen und Antworten – So kann man sich vor Zecken schützen

Von Kendra Rensing

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