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Obdachlose Männer.

Obdachlose Männer. © Holger Hollemann/Archiv

Soziales

Zahl der von Armut bedrohten Menschen steigt

Die Zahl der armutsgefährdeten Menschen in Niedersachsen steigt. 16,5 Prozent sind zwischen Nordsee, Harz und Heide betroffen, mehr als im bundesweiten Durchschnitt, der bei 15,7 Prozent liegt.

Hannover. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Armutsentwicklung in Deutschland hervor, den der Paritätische Wohlfahrtsverband am Donnerstag vorgelegt hat.

Die Quote in Niedersachsen erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Von Armut gefährdet sind laut Statistischem Bundesamt Menschen mit einem Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.

Als besorgniserregend beurteilt der Verband vor allem, dass sich auch bei Menschen mit Job das Armutsrisiko verfestige und das Einkommen kaum noch zum Leben reiche. Zwar sei die Zahl an ALG-II-Beziehern in Niedersachsen von 10,2 Prozent im Jahr 2005 auf zuletzt 9,3 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Armutsgefährdeten im Land wuchs aber in der gleichen Zeit von 15,5 auf 16,5 Prozent.

Alleinerziehende seien überdurchschnittlich oft betroffen, knapp die Hälfte ist gefährdet. Armut sei aber kein Phänomen, das nur bildungsferne Schichten betreffe, auch junge Forscher etwa hätten oft kaum genug Geld zum Leben. "An Hochschulen arbeiten Hunderte Wissenschaftler mit Zeitverträgen in prekären Verhältnissen", kritisierte die Landesvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Birgit Eckhardt. Hier könne das Land Niedersachsen Abhilfe schaffen.

dpa


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