Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Wulff fordert bessere Chancen für Migrantenkinder
Nachrichten Niedersachsen Wulff fordert bessere Chancen für Migrantenkinder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:29 15.12.2009
Ministerpräsident Christian Wulff fordert bessere Chancen für Migrantenkinder. Quelle: ddp
Anzeige

Hannover. „Wir brauchen jeden, wir dürfen keinen verlorengehen lassen“, sagte Wulff der Nachrichtenagentur ddp in Hannover. Gerade die Wirtschaft müsse das angesichts der geburtenschwachen jüngeren Jahrgänge erkennen und auch als Chance begreifen.

Oftmals sei auch in Führungspositionen eine „nur schwer erklärliche Zurückhaltung“ bei der Einstellung von Kindern mit Migrationshintergrund zu beobachten. Es scheine eine Furcht zu geben vor anderer Kultur oder Religion. Das aber sei unberechtigt, sagte Wulff. Es gebe „unglaublich viele Erfolgsgeschichten“ von Migranten. Unter den Kindern mit Migrationshintergrund verbergen sich nicht immer nur die sogenannten Problemfälle. Vielmehr seien das junge Menschen mit Mehrsprachigkeit und Kontakten in die Welt, die immer mehr zusammenwächst.

Wulff geht davon aus, dass es schon bald auch zu einer beschleunigten und erleichterten Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen in Deutschland kommt. Hier sei einfach eine schnellere und großzügigere Handhabung erforderlich, „um die Potenziale der Zugewanderten zu nutzen“. Es könne „nicht im deutschen Interesse“ sein, dass Hochqualifizierte wegen mangelnder Akzeptanz in ihre Heimatländer zurückkehrten und andere in die Sozialsysteme strömten.

Nach Ansicht Wulffs sollte deutlicher in der Öffentlichkeit dargestellt werden, wie stark Menschen mit Migrationshintergrund zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Hilfreich sei hierbei auch der Blick auf die weltweiten Aktivitäten von im Land ansässigen Konzernen wie Volkswagen. Diese verdeutlichten, „wie stark wir von der Globalisierung profitieren und dass wir dann auch offen sein müssen für Menschen“. Gerade Volkswagen habe in jüngster Zeit das Vertrauen von Arabern, Japanern und Indern erlebt. Das seien Gesten, die erwidert werden sollten, sagte Wulff.

ddp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen greift in Niedersachsen und Bremen immer weiter um sich.

15.12.2009

So viel Aufmerksamkeit dürfte der Twitter-Account von Helge Limburg noch nicht bekommen haben: Nachdem der grüne Landtagsabgeordente am Montag auf der Internetplattform Twitter einen Beitrag veröffentlicht hatte, wurde unter Tumulten die Plenardebatte in Niedersächsischen Landtag unterbrochen.

15.12.2009

Der Kauf des Niedersächsischen Münzkabinetts durch das Land ist perfekt. Nach intensiven Verhandlungen der Landesregierung mit der Deutschen Bank sei nun gesichert, dass die Sammlung mit rund 44 000 Objekten in Niedersachsen bleibe, sagte am Montag ein Sprecher der Staatskanzlei in Hannover.

14.12.2009
Anzeige