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Wolfsburg beschließt Verlegung von Resten einer KZ-Baracke

Der Wolfsburger Stadtrat hat die Verlegung von Fundamentresten einer ehemaligen KZ-Baracke beschlossen. In einer Sondersitzung habe es eine große Mehrheit für die Beschlussvorlage gegeben, sagte eine Stadtsprecherin am Montag.

Wolfsburg. Damit sei der Weg frei für das Einkaufszentrum, das die Wohnungsbaugesellschaft Neuland auf dem Gelände errichten will.

Nachdem im Frühjahr bei den Vorbereitungen für den Bau die Fundamentreste entdeckt worden waren, hatte es einen Baustopp und einen wochenlangen Streit über den Umgang mit den Funden gegeben.

Der Plan der Stadt sieht vor, dass ein Teil der Barackenreste am Fundort erhalten bleibt und dort auch sichtbar gemacht wird. Der größere Teil soll geborgen und in einer neu gestalteten Gedenkstätte präsentiert werden. Außerdem soll es innerhalb der ehemaligen Lagergrenzen einen Lern- und Gedenkort geben. In dessen Gestaltung sollen verschiedene Interessenvertretungen und Institutionen eingebunden werden.

In der knapp zweistündigen Sondersitzung legten Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Michael Geschwinde vom Landesamt für Denkmalpflege und Christoph Heubner aus dem Präsidium des Internationalen Auschwitz Komitees ihre Position zum Umgang mit den Barackenfunde dar. Sie alle hätten ihre Unterstützung für das Vorgehen der Stadt ausgedrückt, sagte die Sprecherin.

In den Wochen zuvor hatten Kritiker die Verlegung vom ursprünglichen Ort des Verbrechens an eine andere Stelle als unangemessen bezeichnet.

dpa


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