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Schiffbau

Werften-Eigner Genting geht es nicht gut

Der malaysische Genting-Konzern, Eigentümer der MV Werften, hat erneut eine Gewinnwarnung herausgegeben. Dem am Montag an der Hongkonger Börse veröffentlichten Dokument zufolge erwartet Genting für das erste Halbjahr 2017 einen Verlust von 200 bis 220 Millionen US-Dollar (169 bis 186 Millionen Euro).

Rostock/Wismar/Stralsund. Im Vorjahreszeitraum seien es 73,7 Millionen Dollar gewesen. Für das gesamte Jahr 2016 hatte Genting einen Verlust von 504 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Konzern hatte bereits im Januar eine erste Gewinnwarnung veröffentlicht.

Gründe seien unter anderem ein operativer Verlust der konzerneigenen Kreuzfahrtreederei Crystal Cruises, der mit schwierigeren Wettbewerbsbedingungen sowie höheren Kosten für Marketing und der Inbetriebnahme neuer Flusskreuzfahrtschiffe begründet wurde. Die deutschen Genting-Werften, neben den Standorten in Wismar, Stralsund und Rostock auch die Lloyd-Werft in Bremerhaven, hätten durch Vorbereitung auf Neubauten im nächsten Jahr ebenfalls Verlust gemacht. Schließlich hätten auch zusätzliche Abschreibungen ihren Teil beigetragen.

Die Gewinnwarnung wird wohl keine Auswirkungen auf die MV Werften haben. Ein Sprecher teilte mit, Genting verfolge sein Neubauprogramm weiter und setze die geplanten Investitionen an den drei Standorten um. Die im Bau befindlichen Schiffe würden planmäßig fertiggestellt.

dpa


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