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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung. © Carmen Jaspersen

Wahlen

Wahlkampf an der Küste: Merkel wirbt für Wechsel

Niedersachsen steht im Doppelwahlkampf und Merkel hofft auf einen Doppelsieg: Bestätigung im Bund, Wechsel in Hannover - das ist ihre Botschaft beim Auftritt in Cuxhaven. Und sie verrät, dass sie gerne kocht, aber nur samstags.

Cuxhaven. CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl auch den Wahlkampf für die Christdemokraten in Niedersachsen eingeläutet. Vor mehreren tausend Menschen warb sie im Kurpark von Cuxhaven am Dienstagabend zugleich für einen Regierungswechsel in dem Bundesland, das vor vorgezogenen Neuwahlen steht. Das Landesparlament soll am 15. Oktober neu gewählt werden. Es habe sich schon bis Berlin rumgesprochen, dass die Schulpolitik chaotisch laufe in dem Bundesland, sagte sie. "Deshalb ist es gut, dass wir für einen Wechsel in Niedersachsen werben."

Die seit 2013 unter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) regierende rot-grüne Koalition hatte durch den Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU ihre Mehrheit im Landtag verloren. Merkel sprach auch das für das "VW-Land" Niedersachsen wichtige Thema des Diesel-Skandals an und warnte mit Blick auf die Beschäftigten: "Die dürfen jetzt nicht die Zeche zahlen." Wo Fehler passiert seien, müsste die klar beim Namen genannt werden, und die Automobilindustrie müsse alles daran setzen, die Fehler wieder gut zu machen

Beim Thema innere Sicherheit sprach sich Merkel für klare gesetzliche Grundlagen für die Polizeiarbeit aus. "Bei keiner einzigen Verbesserung im Sicherheitsbereich bei den Gesetzen, die wir beschlossen haben, war Niedersachsen im Bundesrat mit dabei. Es hat immer einer blockiert", sagte Merkel mit Blick auf die rot-grüne Koalition. Zu den polizeilichen Mitteln gehören ihrer Ansicht nach auch die Schleierfahndung und Videoüberwachung, "damit uns diejenigen Täter nicht an der Nase herumführen."

Wie ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz betonte auch Merkel ihren Regierungsanspruch. Sie würde gerne wieder als Bundeskanzlerin für Deutschland arbeiten, so Merkel, die seit 2005 im Amt ist. Die Menschen forderte sie auf, in den kommenden Wochen genau zu überlegen, mit wem und mit welcher Partei sie am besten ihr Leben gestalten könnten. "Die Wahl ist eine knappe Entscheidung", betonte sie später bei einem Wahlkampfauftritt in Bremen. "Es kommt auf jede Stimme an."

Auch über Privates sprach Merkel (63) in Cuxhaven. Vom Moderator der Veranstaltung gefragt, ob sie Zeit und Lust habe zu kochen, sagte sie: "Na klar. Ich koche jeden Samstagabend. Die Woche über muss sich mein Mann selber ums Essen kümmern. Manchmal koche ich auch was vor. Aber ich koche gerne."

Aus Cuxhaven reiste Merkel nach Bremen, wo sie auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus ihren nächsten Auftritt hatte. Dort kritisierte sie erneut die Autokonzerne in der Abgasaffäre und forderte diese auf, Verantwortung für ihre Fehler zu übernehmen.

dpa


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