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Blumen zur Wiederwahl: David McAllister (rechts) und Björn Thümler, dem parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Niedersachsen.© dpa

Landtag

Wahl mit Dämpfer: McAllister wieder CDU-Fraktionschef

Der CDU-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, David McAllister, hat bei seiner Wiederwahl am Dienstag einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Einen Tag nach der Kabinettsumbildung von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erhielt er deutlich weniger Stimmen als noch vor zwei Jahren.

Von 69 Abgeordneten stimmten elf Parlamentarier gegen ihn, zwei enthielten sich. Er kam damit auf 83, 6 Prozent, 2008 lag sein Wahlergebnis bei 95,6 Prozent. Es ist denkbar, dass McAllister eine Quittung für die Entscheidungen Wulffs bekommen hat, vier CDU-Minister auszutauschen.

McAllister sagte nach der teils angespannten Fraktionssitzung, falls einige Abgeordnete mit den Personalien nicht einverstanden gewesen seien, habe er das nun „eingesteckt“. Möglicherweise hätte die Kabinettsumbildung das Wahlergebnis beeinflusst. Innerhalb der CDU-Fraktion hieß es am Dienstag, einige Abgeordnete hätten sich selber Hoffnung auf einen Ministerposten gemacht.

Außerdem hatte es jüngst Reibereien in den Reihen der CDU wegen des geplanten Landtags-Umbaus gegeben. McAllister sagte zu seinem Wahlergebnis auch, er habe damit gerechnet. „Ich bin auch mit inhaltlichen Positionen angeeckt.“

Ein besseres Wahlergebnis konnte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Björn Thümler, erreichen. Er erhielt 92,65 Prozent der Stimmen. Zu den stellvertretenden Fraktionschefs wurden gewählt: Heinz Rolfes (83,58 Prozent), Karl-Heinrich Langspecht (87,1), Karl-Heinz Klare (73,85) und Heidemarie Mundlos (66,66).

Bei der Fraktionssitzung waren sowohl die vier Minister dabei, die ihren Posten räumen müssen, als auch deren Nachfolger. Ein wenig enttäuscht aber gelassen zeigte sich der scheidende Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen. „Ich bin eigentlich sehr gelöst“, sagte er. Er will künftig mehr auf dem Familien-Bauernhof mithelfen. „Mein Sohn bekommt jetzt einen überqualifizierten Trecker-Fahrer.“

Gehen müssen neben Ehlen noch die Minister Mechthild Ross-Luttmann (Soziales), Elisabeth Heister-Neumann (Kultus) und Lutz Stratmann (Wissenschaft). Die Entscheidung, die erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland zu berufen, bezeichnete Regierungschef Wulff am Dienstag noch einmal als „Signal für alle Migranten, dass sie hier in Deutschland gewollt sind“. lni


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