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Ein Mann läuft am Landgericht Braunschweig vorbei.

Ein Mann läuft am Landgericht Braunschweig vorbei. © Sebastian Gollnow/Archiv

Prozesse

Viereinhalb Jahre Gefängnis für tödliche Messerattacke

Viereinhalb Jahre ins Gefängnis muss ein 35-jähriger Braunschweiger, der einen anderen Mann im vergangenen Herbst bei einem Streit in einem Kleingarten tötete.

Braunschweig. Das Gericht habe selten einen Prozess mit so widersprüchlichen Zeugenaussagen erlebt, sagte Richter Ralf Polomski am Montag bei der Urteilsverkündung im Braunschweiger Landgericht.

Beobachtet wurde die Tat von niemandem, auch von der Tatwaffe, einem Messer, fehlt jede Spur. Ausschlaggebend für die Verurteilung des 35-Jährigen war, dass er kurz nach der Tat den Schwiegervater des Opfers angerufen und sich bei ihm für eine tätliche Auseinandersetzung entschuldigt hatte. An seinen Schuhen befand sich außerdem Blut des Opfers.

Während der Verhandlung hatte der Angeklagte angegeben, aus Notwehr gehandelt zu haben. Das spätere Opfer habe Geld von ihm eintreiben wollen. Dieser Erklärung glaubte das Gericht allerdings nicht. Das genaue Motiv ließ sich in dem Prozess nicht klären.

Das Gericht wertete die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft und die Anwältin der Witwe des Verstorbenen hatten acht Jahr Haft gefordert, die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert. Ob sie gegen das Urteil in Revision gehen, stand kurz nach der Urteilsverkündung noch nicht fest.

Zu dem Streit zwischen den beiden Männern war es auf einem Parkplatz an einem Kleingartenverein in Braunschweig gekommen, wo die beiden mit ihren Familien zuvor den Tag verbracht hatten.

dpa


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