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Ein Auto in einer Eisdiele in Bremervörde (Niedersachsen).

Ein Auto in einer Eisdiele in Bremervörde (Niedersachsen). © Christof Dathe/Archiv

Unfälle

Verursacherin des tödlichen Eisdielenunfalls gestorben

Der tödliche Unfall in einem Eiscafé in Bremervörde sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Neun Tage nach dem Urteil ist die Verursacherin gestorben. Sie wurde 61 Jahre alt.

Bremervörde. Die Frau, die den tödlichen Eisdielenunfall in Bremervörde verursachte, ist tot. Die 61-Jährige sei am Freitag gestorben, teilte die Polizei am Dienstag mit. "Wir können ein Fremdverschulden ausschließen", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Hinweise für einen Suizid gebe es ebenfalls nicht. "Es ist auch nach dem Obduktionsergebnis nicht sicher feststellbar, welche innere Ursache zum Tod geführt hat", berichtete der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Kai Thomas Breas.

Die Frau hatte im Juli 2015 am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten und war mit ihrem Wagen in eine Eisdiele gefahren. Ein 2 Jahre alter Junge und ein 65-jähriger Mann starben, mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Das Amtsgericht Bremervörde hatte die Frau am 8. März wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig. Erst am Freitag hatte das Amtsgericht mitgeteilt, dass ein Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten gefordert. Die Verteidigung wollte einen Freispruch.

Während des Prozesses hatten die Angeklagte und deren Ärzte Einblicke in die Krankengeschichte der Frau gegeben. Demnach spielte übermäßiger Alkoholkonsum eine große Rolle. Immer wieder kämpfte sie dagegen an, während einer Abstinenz kam es zu Krämpfen. Gegen diese verschrieben ihr Ärzte Medikamente. Am Tag des Unfalls hatte die Frau keinen wirksamen Medikamentenspiegel im Blut. "Wir sind davon überzeugt, dass das Medikament nicht konsequent eingenommen wurde", hatte der Richter in seiner Urteilsbegründung gesagt. Als Fehlverhalten führte er auf, dass sie immer wieder exzessiv Alkohol trank, dass sie die verordneten Medikamente nicht ordnungsgemäß nahm und dass sie nicht regelmäßig zum Arzt ging.

dpa


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