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Niedersachsen Urteil: Kündigung nach sexuellem Übergriff rechtens
Nachrichten Niedersachsen Urteil: Kündigung nach sexuellem Übergriff rechtens
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17:22 24.08.2017
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Quelle: Uli Deck/Archiv
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Erfurt/Bremen

Im konkreten Fall hatte ein Arbeiter in einem Stahlwerk in Bremen einen Leiharbeiter schmerzhaft von hinten am Geschlechtsteil gepackt und dazu rüde Bemerkungen gemacht.

Sein Arbeitgeber hatte das als sexuelle Belästigung gewertet und dem Arbeiter aus der Stammbelegschaft gekündigt, nachdem ihm der Vorfall bekannt wurde. Dagegen hatte der Mann geklagt. Der MDR hatte zuvor über die Veröffentlichung des Urteils berichtet.

Das Bundesarbeitsgericht wertete die Aktion als Eingriff in die körperliche Intimsphäre. "Auf die sexuelle Motivation kommt es nicht an", heißt es in dem Urteil. Der Fall wurde zur neuen Verhandlung und Entscheidung - dabei geht es auch um die Kosten des Revisionsverfahrens - an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen.

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesarbeitsgerichts landen immer wieder Fälle sexueller Belästigung bei den Richtern in Erfurt. Mit der Entscheidung in dem Bremer Fall habe das Gericht klargestellt, dass die absichtliche Berührung von Geschlechtsteilen - auch ohne sexuelle Absicht - eine Kündigung rechtfertigen könne.

dpa

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